Region bleibt mit Abstand das Zugpferd des Landestourismus

Altmark rettet erneut die Bilanz

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Die Buga bringt der Altmark Besucher. Absoluter Gewinner ist das benachbarte Havelland, belegen die aktuellen Zahlen.

Tangermünde. Die Altmark bleibt das Zugpferd der Fremdenverkehrsbranche in Sachsen-Anhalt. Das belegen die aktuellen Tourismuszahlen des Statistischen Bundesamtes.

Auch im Juni war der Norden Sachsen-Anhalts mit einem Zuwachs gegenüber dem Vorjahreswert von 11,1 Prozent bei den Gästeankünften und 6,1 Prozent bei den Übernachtungen absoluter Spitzenreiter unter den fünf Reiseregionen.

Lediglich die Magdeburger Börde verzeichnete noch ein leichtes Übernachtungsplus von 0,1 Prozent. Alle anderen Regionen waren in den Miesen (Harz minus 0,5 Prozent; Halle-Saale-Unstrut minus 7,5 Prozent). Für die Region Anhalt-Wittenberg ist der Rückgang der Übernachtungszahlen um 2,4 Prozent bitter. In der Lutherstadt startete Ende Juni die mit großem Pomp beworbene Landesausstellung zu Lukas Cranach dem Jüngeren. Landesweit gingen die Übernachtungen um 2,2 Prozent zurück. Die Gästeankünfte stiegen um 3,2 Prozent.

Damit „rettete“ die Altmark zum zweiten Mal die Bilanz. Bereits im Mai waren hier Spitzenwerte verzeichnet worden. Auch unter dem Strich hat Sachsen-Anhalts schöner Norden im bisherigen Jahresvergleich (Januar bis Juni) die Nase vorn. Die Zuwachsraten von jeweils 6,1 Prozent (Ankünfte und Übernachtungen) sind deutlich über den Werten der anderen Regionen.

Für Mandy Hodum gibt es zwei Gründe für die Entwicklung: „Zum einen zahlt sich unsere langfristige Marketingstrategie mit den drei Säulen Genuss, Kultur und Aktiv aus“, sagt die Geschäftsführerin des Tourismusverbandes Altmark. „Zudem ist natürlich die Buga in diesem Jahr ein großer Magnet.“ Das gelte besonders für die Elbe-Havel-Region, Tangermünde bis hin nach Stendal und Arendsee. „Die Gastgeber, die spezielle Buga-Angebote gestrickt haben, profitieren auch davon“, ist sie überzeugt. Größter Buga-Gewinner sei das benachbarte Havelland mit einem Plus von 19,1 Prozent bei den Gästeankünften und 13,8 Prozent bei den Übernachtungen.

Von Christian Wohlt

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