Zwei Wahrzeichen feiern 130. Jahrestag

Eiffelturm und Tangerhütter Kunstgusspavillon: 1889 standen sie nebeneinander

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Das „Teehäuschen“, wie der Kunstgusspavillon von den Tangerhüttern auch genannt wird, ist ein beliebtes Ziel von Spaziergängern im malerischen Gartenträume-Park.

Paris / Tangerhütte – Der Pariser Eiffelturm und der Kunstgusspavillon im Tangerhütter Stadtpark haben eines gemeinsam. Sie sind nicht nur beide aus Eisen, sondern feiern in diesem Jahr auch beide ihren 130. Geburtstag.

Das Pariser Wahrzeichen wurde am 31. März 1889 fertiggestellt. Zu seinen Füßen stand damals das gusseiserne Schmuckstück aus dem 1842 von den Magdeburger Kaufleuten Wagenführ und Helmecke gegründeten Eisenhütten- und Emaillierwerk Tangerhütte. Beide waren als Beweis der Leistungskraft ihrer Erbauer und der Nationen, in denen sie entstanden, zur Weltausstellung gefertigt worden, die in der französischen Hauptstadt ein Millionenpublikum fand. Wie alle Exponate sollten sie nach Beendigung der Schau wieder abgebaut werden.

Der Pavillon kam so an seinen Ursprungsort zurück und fand im Stadtpark, der damals angelegt wurde, seinen dauerhaften Standort. Das acht Tonnen schwere Bauwerk besteht aus 441 Einzelteilen und wird von über 1000 Schrauben zusammengehalten. Zu DDR-Zeiten recht verfallen, wurde es nach der Wende liebevoll restauriert.  ct

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