Unternehmen darf Haldenerweiterung vorbereiten

Zielitz: Der „Kalimandscharo“ wächst

Weithin sichtbar, die Abraumhalden des Kaliwerkes Zielitz.
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Weithin sichtbar, die Abraumhalden des Kaliwerkes Zielitz.

Zielitz / Tangerhütte – Das Kaliwerk Zielitz ist ein wichtiger Arbeitgeber für die südliche Altmark. Weithin sichtbar kündet der „Kalimandscharo“ vom Bergbau in der Region. Die bis zu 30 Meter hohen Abraumhalden sind auch in der Fläche riesig.

Nun möchte der Düngemittel- und Salzproduzent K+S seine Halde erweitern, um die Kaliproduktion über das Jahr 2020 hinaus fortsetzen zu können.

Die bestehende Halde 2 soll in einem Zeitraum von zirka 34 Jahren in nördliche beziehungsweise nordöstliche Richtung um etwa 210 Hektar vergrößert werden. Wie das Landeswirtschaftsministerium mitteilt, habe das Landesamt für Geologie und Bergwesen im dazu laufenden Planfeststellungsverfahren nun den vorzeitigen Maßnahmenbeginn genehmigt. Das Unternehmen darf dadurch vorbereitende Maßnahmen für die über April 2021 hinaus geplante Haldenerweiterung ergreifen.

Dazu zählen die Errichtung der notwendigen Infrastruktur sowie erste Rodungen. „Ohne die vorzeitige Zulassung erster Maßnahmen wären die Einstellung der weiteren Aufhaldung und folglich ein Produktionsstopp am Standort Zielitz notwendig geworden“, so die Mitteilung des Ministeriums. Mit einer endgültigen Entscheidung wird nicht vor Ende 2020 gerechnet.

Das Kaliwerk in Zielitz gehört seit 1993 zum K+S-Konzern. Mit einer Rohsalzförderung von etwa zwölf Millionen Tonnen im Jahr ist das Werk, heute eines der größten weltweit, beschäftigt allein in Zielitz rund 1800 Mitarbeiter und sei damit einer der wichtigsten Arbeitgeber im Norden Sachsen-Anhalts. Die Kapazität der im Oktober 2005 genehmigten ersten Erweiterung der Rückstandshalde wird sich im kommenden Jahr erschöpfen.

VON CHRISTIAN WOHLT

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