800 Kilometer voneinander entfernt und doch im gleichen Ort aufgewachsen

„Waschechte Schönwalder“

Christel und Wilfried Horstmann feiern heute ihre diamantene Hochzeit. Beide sind gebürtige Schönwalder, doch Christel Horstmann stammt aus dem 800 Kilometer entfernten Schönwalde in Ostpreußen. Foto: Wagner

Schönwalde. Heute feiern Wilfried und Christel Horstmann diamantene Hochzeit. Aufgewachsen sind beide in Schönwalde. „Wir sind zwei waschechte Schönwalder“, lacht Wilfried Horstmann. Und zum Schmunzeln bringt es auf jeden Fall.

Denn Wilfried Horstmann wuchs in Schönwalde in der Altmark auf, seine Frau erlebte ihre ersten Kindheitsjahre auch in Schönwalde. Allerdings im 800 Kilometer entfernten Schönwalde in Ostpreußen.

Die Flucht im Jahre 1945 brachte die damals Zwölfjährige, ihre Eltern und die Schwester nach Heeren. Dort verbrachte sie ihre Jugendzeit. Sechs Jahre später organisierte die Freiwillige Feuerwehr von Bellingen einen Maskenball.

Dort lernte sich das diamantene Paar kennen und lieben. Schnell stand für beide fest, dass sie den Partner fürs Leben gefunden hatten. „Mein Vater ist 1946 verstorben, meine Mutter war auch kränklich, eine junge Frau musste auf den Hof“, erklärt Wilfried Horstmann. Schließlich gaben sich die beiden „waschechten Schönwalder“ am 12. September 1952 das Ja-Wort und Christel Horstmann zog zu ihrem Mann auf den Hof nach Schönwalde.

„Wir haben uns nicht viel Zeit gelassen“, erklärt Wilfried Horstmann und erzählt von seinen Kindern. Einen Sohn (59) und eine Tochter (58) haben die beiden. An den beiden Enkelkindern hat das Jubel-Paar auch seine helle Freude.

Für die Zukunft wünschen sich der ehemalige Bürgermeister von Schönwalde und seine Frau vor allem eines: „Viel Gesundheit und dass wir beide so weitermachen können, wie bisher.“ Heute erwarten die beiden Gäste aus dem Dorf. Am Sonnabend feiert die Familie im engsten Kreis noch einmal die diamantene Hochzeit.

Von Berit Wagner

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