In Tangerhütte steht ein Umzug an – wann, ist noch unklar

Warten auf die Polizei

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Die beiden baugleichen Häuser, die „Zwillinge“, stammen aus den 70er-Jahren. Das hintere Gebäude gehört der Lebenshilfe bereits, im vorderen ist derzeit noch die Polizei untergebracht.

Tangerhütte. Eigentlich sollte die Polizei mit ihren Regionalbeamten seit einiger Zeit im Rathaus Tangerhütte sitzen. Eigentlich. Noch residiert sie aber weiter in ihren Räumen einige hundert Meter weiter die Bismarckstraße herunter – ein Block aus der DDR-Zeit.

Unterdessen sucht das größte Unternehmen der Tangerstadt, die Lebenshilfe, nach weiterem Raum für Bewohner und Mitarbeiter. Das Polizeigebäude wäre gerade recht. Ein benachbartes Gebäude gehört schon zur Lebenshilfe. Aber das wichtige örtliche Unternehmen wird warten müssen, ebenso Bürgermeister Andreas Brohm, der Raum für die Polizisten in seinem Rathaus eingerichtet hat – und auch die Bürger, die ihre Polizisten im Rathaus erwarten. Dem Umzug steht ein Detail im Weg: der Mietvertrag. Denn er läuft noch bis Ende des Jahres.

„Es ist ein nicht optimaler Zustand“, bemängelt der Bürgermeister, und das habe er bereits allen Beteiligten klar gemacht. Und er wartet auf eine Einigung des Innen- und des Finanzministeriums. Denn Mieter und Vermieter des Polizeigebäudes stammen letztlich aus dem selben Haus – nämlich vom Land. Das Innenministerium, Herr über die Polizei, „mietet“ quasi das Haus vom Finanzministerium, das über die Liegenschaften des Landes verfügt. Solange diese beide Ministerien nicht die Polizei aus der bisherigen Station lassen, hat die Lebenshilfe zu wenig Platz und das Rathaus Tangerhütte zu viel Platz.

„Ich appelliere an die Vernunft aller, dass im Sinne des Bürgers hier Geld richtig eingesetzt wird“, meint Andreas Brohm.

Von Kai Hasse

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