Name bleibt

Vorschlag zur Umbenennung der Einheitsgemeinde Tangerhütte abgelehnt

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Kein neuer Name für die Einheitsgemeinde: Den Vorschlag, das Gebiet in „Elbe-Tanger“ umzubenennen, hat der Stadtrat abgelehnt.

Tangerhütte – Wolfgang März (Linke) wollte in der letzten Sitzung des alten Stadtrates eine Debatte anstoßen. Doch das Gremium zeigte ihm in seltener Einmütigkeit die kalte Schulter. Selbst die eigene Fraktion versagte ihm in diesem Punkt die Gefolgschaft.

Über einen neuen Namen für die Einheitsgemeinde Tangerhütte wird nicht diskutiert.

Wolfgang März aus Uchtdorf hatte die Idee.

März hatte vorgeschlagen, die Gemeinde in „Elbe-Tanger“ umzubenennen. Damit würde die Region besser widergespiegelt und der Bekanntheitsgrad steigen, begründete er. Auch die Akzeptanz in den Dörfern würde erhöht. Wichtig sei ihm, dass keine Belastungen für die Bewohner entstehen. Die sollten in die Diskussion einbezogen werden. März schlug daher einen Bürgerentscheid über die Umbenennung vor.

Dazu wird es nicht kommen, denn das Stadtratsmitglied aus Uchtdorf blieb mit seinem Vorschlag allein. Nicht einmal die Vertreter der Dörfer konnten der Idee etwas Positives abgewinnen. Der Name „Elbe-Heide“ würde keine bessere Aufmerksamkeit erzielen und Touristen locken, sagte Daniel Wegener (CDU). Mit einer Umbenennung wäre aber ein enormer Aufwand und Kosten verbunden. Das beginne mit der Ummeldung der Bürger. In Verwaltung und Firmen müssten alle Briefbögen neu gedruckt werden. „Auch Landkarten und Navis müssten geändert werden“, warf Marcus Graubner (CDU) ein.

Andererseits forderten beide, die kommunalen Briefbögen so zu gestalten, dass dort auch die Namen der zugehörigen Ortschaften abgebildet sind. „Manche Orte haben noch nicht einmal die Einheitsgemeinde vollzogen“, warf Frank Dreihaupt (Wählergemeinschaft Südliche Altmark) ein. So fehle auf einigen Ortschildern noch immer der Hinweis auf die Zugehörigkeit zur Stadt Tangerhütte, monierte er.

Rita Platte (Altmark Elbe) erinnerte an die Entstehungsgeschichte der Einheitsgemeinde, die 2010 durch einen zwangsweisen Zusammenschluss der Verwaltungsgemeinschaft Tangerhütte-Land mit der Stadt zustande gekommen war. Es war auch um den Namen des Gebildes diskutiert und dafür „Tangerhütte-Land“ vorgeschlagen worden. Da sich der damalige Stadtrat auch in dieser Frage nicht einig war, blieb es bei der von der Landesregierung vorgegebenen Bezeichnung „Einheitsgemeinde Stadt Tangerhütte“.

„Wir sollten nicht alte Wunden aufreißen“, sagte Wegener. Platte meinte: „Jetzt ist es, wie es ist. Wir sollten den Weg des Zusammenwachsens der Einheitsgemeinde mit dem bisherigen Namen weiter gehen.“

VON CHRISTIAN WOHLT

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