Ausschussmitglieder einigen sich auf einheitliche Steuerhebesätze für Vierbeiner

Teure Kampfhunde

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nre Tangerhütte. Alle Hundehalter in der Einheitsgemeinde Tangerhütte sollen künftig für ihren ersten Vierbeiner 40 Euro, für den zweiten 60 und jeden weiteren 80 Euro bezahlen.

Die Mitglieder des Hauptausschusses haben sich am Mittwoch mehrheitlich für diese einheitlichen Hebesätze der Hundesteuer in der Kommune ausgesprochen.

Der Abstimmung voraus ging noch eine Diskussion zur Frage, ob nicht für die Ortsteile, in denen teilweise gegenwärtig noch viel geringere Hebesätze gelten, nicht eine Übergangslösung gefunden werden sollte. „Eine schrittweise Anhebung bietet sich an, dann wäre die Umstellung nicht zu drastisch“, regte Rita Platte an. Hans-Peter Gürnth hielt eine generelle Unterscheidung zwischen den Hebesätzen im Ortsteil Tangerhütte und den umliegenden Orten für angebracht. „Ein Hund gehört zum Dorfbild“, sagte das Ausschussmitglied. Gürnth sprach sich deshalb für die Variante aus, die in der Stadt Genthin gilt. Dort zahlen Hundehalter der umliegenden Orte nur 50 Prozent vom Satz, der in Genthin selbst fällig wird. Peter Nagler (SPD): „Einheitsgemeinde heißt, dass ab einem bestimmten Zeitpunkt für Bewohner aller Ortsteile die gleichen Bestimmungen gelten“. Auch Thomas Kruse vertrat diese Auffassung. „Ich bin froh, dass wir nun eine einheitliche Satzung bekommen“, meinte er.

Änderungsbedarf sah Thomas Kruse noch bei den Steuersätzen für Kampfhunde. Anstatt der vorgeschlagenen 200 Euro für den ersten Kampfhund sollten 300 Euro gezahlt werden. Für den zweiten seien 350 Euro und für jeden weiteren 400 Euro zu berappen, fand er. Damit ist die Hemmschwelle, sich einen solchen Hund zuzulegen deutlich höher, sagte Thomas Kruse. Der Ausschuss stimmte seinem Vorschlag zu. Das letzte Wort in der Frage der Hebesätze der Hundesteuer hat nun der Stadtrat. Dieser kommt am 10. Oktober zusammen. Der ursprüngliche Sitzungstermin in der kommenden Woche konnte nicht gehalten werden, weil fünf Stadträte die Einladung nicht rechtzeitig erhielten.

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