Millionenprojekt startet im Februar

Tangerhütter Wilhelm-Wundt-Schule wird umfassend saniert

Die Schule in Tangerhütte soll für 3,6 Millionen Euro energetisch saniert werden.
+
Die Schule in Tangerhütte soll für 3,6 Millionen Euro energetisch saniert werden.

Tangerhütte – Es wird eines der größten Bildungsbauvorhaben im Landkreis. Ab kommendem Jahr wird die Gemeinschaftsschule „Wilhelm Wundt“ in Tangerhütte umfassend saniert. Fördergelder in Höhe von mehr als 4,5 Millionen Euro stehen zur Verfügung.

Landrat Carsten Wulfänger (CDU) informierte jetzt im Kreistag über das Vorhaben. Der Altmark-Zeitung verriet er Einzelheiten.

Im Februar 2020 soll die Sanierung und der Umbau der alten Sporthalle starten. Dort entsehen eine Mensa und ein Fachunterrichtsraum Hauswirtschaft. Als Kosten für das Projekt, das aus dem Städtebau-Programm Stark V gefördert wird, sind 910 000 Euro veranschlagt. Als Termin für die Fertigstellung wird Juli 2020 genannt. Bisher erfolgt die Speisenversorgung der Schüler in einem angemieteten Container auf dem Schulhof. Die Turnhalle entstand zusammen mit dem Haupthaus.

Dieses Gebäude prägt mit seiner markanten Architektur seit 110 Jahren das Ortsbild. Die letzte Grundsanierung mit Einbau einer Öl-Heizungsanlage liegt mehr als 20 Jahre zurück. Nun soll diese durch eine moderne Heizung ersetzt werden und das Haus insgesamt auf einen modernen Stand gebracht werden. Dafür stehen 3,6 Millionen Euro aus dem Stark III-Förderprogramm zur Verfügung. Im April/Mai 2020 sollen die Genehmigungsplanungen abgeschlossen sein. Als Baustart ist der Ferienbeginn Juli avisiert.

Die Komplettsanierung umfasst zunächst alle Räumlichkeiten im Innenbereich, die noch nicht auf dem neuesten Stand sind. Im Außenbereich wird der Kellerbereich trockengelegt und den Natursteinsockel saniert. Die Fenster werden komplett getauscht. Ein anzubauender Aufzug wird in die historische Ansicht eingepasst. Besonders anspruchsvoll wird die Sanierung der historischen Klinker- und Natursteinfassade. Auch die Erneuerung der Elektroinstallation einschließlich Beleuchtung mit LED-Technik dürfte eine Herausforderung werden.

Während der heißen Bauphase, die bis Dezember 2021 geplant ist, wird das Gebäude komplett freigezogen. Als Ausweichobjekt steht vor allem die frühere Rosa-Luxemburg-Schule zur Verfügung. Immer wieder werde er darauf angesprochen, was aus dem Flachbau neben der Turnhalle wird. Hier war immer wieder von Abriss die Rede. Klare Aussage der Kreisverwaltung dazu: „Die Gebäude aus den 70er Jahren bleiben bestehen, da eine Finanzierung für weitere Maßnahmen nicht gegeben ist.“

VON CHRISTIAN WOHLT 

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare