Durchschnittlich 200 Menschen marschierten mit der Bürgerbewegung Altmark

Tangerhütter auf der Straße

+
Die Polizei zählte beim Marsch durch Tangerhütte durchschnittlich 200 Teilnehmer, die bei der Veranstaltung der Bürgerbewegung Altmark dabei waren. Der Weg führte vom Rathaus bis zum Neustädter Ring und wieder zurück.

kah/mma Tangerhütte. Etwa 140 Menschen haben sich anfangs auf dem zentralen Parkplatz beim Rathaus Tangerhütte zu einer Kundgebung der Bürgerbewegung Altmark getroffen.

Organisator Martin Knaak stellte einige provokante Fragen in den Raum: Warum man die Asylbewerber-Aufnahmeeinrichtung direkt neben eine Schule platziert habe? Woher das Geld komme für Flüchtlinge? Weshalb man dann kein Geld habe für das Kulturhaus oder das Altmärkische Gymnasium? Warum die Nähe der Asylbewerber für Schüler schlecht sei, erklärte er nicht. Dass das Kulturhaus Probleme mit den Besucherzahlen hat und das Gymnasium zu wenige Schüler hatte, setzte er nicht in einen Zusammenhang. Man sei parteilos und nicht rechts, betonte Knaak. Er ließ aber auch eine Aufnahme der Rede eines nicht vorgestellten Mannes laufen, die – mit einem Wort – ausländerfeindlich war: Es gäbe einen bevorstehenden „Kampf“, hieß es. Die derzeitigen Flüchtlinge zeigten keine Dankbarkeit, so hieß es, sie würden „einen Gottesstaat errichten“ wollen. Belege für diese Theorien nannte er nicht.

Bei der Bürgerbewegung Altmark blieb alles friedlich. Die Gegenveranstaltung fand im Bürgercafé statt.

Die Deutschen, die dort demonstrierten, so hieß es, hätten „eine Wertegemeinschaft“, und wer die zerstören wolle, finde hier keine Heimat, sondern „die Hölle“. Außerdem, behauptete der Mann, sei man tolerant und weltoffen. Diese Offenheit sei aber überstrapaziert. Wodurch konkret, erklärte er nicht. Der Großteil der Anwesenden applaudierte da trotzdem unkritisch. Aus Polizeisicht sei die Veranstaltung ruhig und störungsfrei verlaufen. „140 Teilnehmer waren auf dem Rathausplatz. Während des Marsches haben wir rund 200 Teilnehmer gezählt“, so Polizeisprecherin Franziska Hain. Ihr zufolge gab es für einen Teilnehmer der Demonstration eine Strafanzeige wegen Beleidigung.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare