Kritik, Entschuldigung, Hörensagen

Tangerhütte: Zwischen Gemeindewehrleiter und einigen Stadträten brennt die Luft

Gemeindewehrleiter Nils Wilhelm in einer früheren Stadtratssitzung.
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Gemeindewehrleiter Nils Wilhelm in einer früheren Stadtratssitzung.

Tangerhütte – Zwischen einigen Tangerhütter Stadträten und Nils Wilhelm brennt gegenwärtig die Luft. So wirkte die Jahreshauptversammlung der Feuerwehr, in der der Gemeindewehrleiter Kritik an den Volksvertretern geübt hatte, in der jüngsten Stadtratssitzung nach.

Er fühle sich von Wilhelm zu Unrecht angegriffen, sagte Daniel Wegener (Wählergemeinschaft Zukunft) und bezog sich dabei auf eine Äußerung, dass keiner der Stadträte beim Großbrand in Bittkau vor Ort gewesen sein soll und es auch ansonsten zuweilen an Rückhalt für die Brandschützer fehle.

„Wir stehen hinter der freiwilligen Feuerwehr“, verbat sich Wegener derartige Vorwürfe. Er werde künftig nicht mehr an den Jahreshauptversammlungen teilnehmen, sagte er. Die gleiche Konsequenz hatte zuvor schon Edith Braun (Wählergemeinschaft Lüderitz) angekündigt.

Griebens Ortsbürgermeisterin Rita Platte (Wählergemeinschaft Altmark-Elbe) reagierte ebenfalls empört, obwohl sie bei der betreffenden Versammlung nicht dabei war. Ihr sei zugetragen worden, dass auch ihr Name in negativem Zusammenhang gefallen sei.

Platte war bereits zuvor mit dem Gemeindewehrleiter aneinandergeraten, weil sie dessen Einschätzung zur Sicherheit der Löschwasserversorgung in Grieben in Zweifel gezogen und ihm vorgeworfen hatte, er würde einseitig die Interessen von Bürgermeister Andreas Brohm (parteilos) vertreten.

Bodo Strube (Linke), der in der betreffenden Sitzung dabei war, versuchte, die Wogen zu glätten. Wilhelm sei nach seinen umstrittenen Äußerungen auf die anwesenden Stadträte zugegangen und habe sich entschuldigt, stellte er klar.

Das Vertrauensverhältnis zum Gemeindewehrleiter sieht er nicht beschädigt. Der saß übrigens während der Stadtratssitzung auf der Zuschauerbank und hatte kein Rederecht.

VON CHRISTIAN WOHLT

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