Stadtrat der Einheitsgemeinde konstituiert

Tangerhütte: Neue Gesichter und alte Probleme

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Blumen für den frisch gewählten Stadtratsvorsitzenden Werner Jacob (rechts) von Bürgermeister Brohm.

Tangerhütte – 17 neue Gesichter im Stadtrat der Einheitsgemeinde Tangerhütte. Und vielleicht auch ein neuer Geist?

„Ich wünsche mir, dass wir im Rat über die Sache diskutieren und nicht über jedes Wort streiten“, sagte Neumitglied Michael Bartoschewski (CDU) nach einem fruchtlosen Wortwechsel zwischen einzelnen „Alt-Stadträten“ und Bürgermeister Andreas Brohm (parteilos).

Insgesamt verlief die konstituierende Sitzung am Montagabend in einem würdigen Rahmen. Nach der Verpflichtung der Mandatsträger zur gewissenhaften Erfüllung ihrer Amtspflichten durch „Alterspräsidentin“ Rita Platte (Wählergemeinschaft Altmark-Elbe), stellte das Gremium die Gültigkeit der Stadtrats- und der Ortschaftsratswahlen fest. Bei der Wahl zum Vorsitzenden setzte sich Werner Jacob (CDU) mit großer Mehrheit gegen Frank Dreihaupt (Unabhängige Wählergemeinschaft Südliche Altmark) durch. Zu Stellvertretern wurden Edith Braun (WG Lüderitz) und Michel Nagler (WG Zukunft Tangerhütte) gewählt.

Der neue Stadtrat ist jünger und bunter geworden. Neben den bisherigen Fraktionen von CDU, SPD, Linke, WG Altmark-Elbe, WG Lüderitz und UWG Südliche Altmark sind jetzt auch die der WG Zukunft sowie der AfD in dem 28-köpfigen Gremium vertreten. Außerdem wirken wieder sachkundige Bürger in den Ausschüssen mit.

Dass die Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und Rat wohl weiterhin schwierig bleiben wird, wurde bei der Diskussion um die Geschäftsordnung deutlich. Nachdem darüber zwar bereits vorab gesprochen worden war, fühlten sich einige Stadträte über Änderungen am Entwurf unzureichend informiert. Dem Vorschlag der WG Zukunft, das Thema in die Ausschüsse zu verweisen, folgte das Gremium mehrheitlich. Folglich konnte auch keine neue Hauptsatzung, die auf der Geschäftsordnung fußt, beschlossen werden. Die endgültige Festlegung der Sitzordnung war gleich zu Beginn der Sitzung von der Tagesordnung genommen worden.

VON CHRISTIAN WOHLT

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