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Tangerhütte: Lebenshilfe und Polizei gehen gegen Zerstörer von Scheiben vor

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Von: Lisa Maria Krause

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Seit etwa einem Monat werden immer wieder Fensterscheiben an der Lebenshilfe-Werkstatt in Tangerhütte zerstört. Die Geschäftsführung hat nun Anzeige erstattet, die Polizei ermittelt. © imago stock&people

Immer wieder werden Scheiben an der Tangerhütter Lebenshilfe-Werkstatt zur Straße hin zerstört. Laut Geschäftsführer Martin Schreiber kommt das seit etwa vier Wochen wiederholt vor.

Tangerhütte - Nach einer weiteren eingeworfenen Scheibe Anfang Juni war die Geduld der Leitung dahin und erstattete Anzeige. Viele Anwohner vermuten die Jugend dahinter.

„Das ist ein immenser Schaden, der da passiert“, äußert sich Schreiber gegenüber der AZ. Die Angriffe auf die eins bis zwei, manchmal auch drei Scheiben würden sich in den Nächten ereignen, ob in der Woche oder am Wochenende könne er nicht sagen. Laut Stand aus der vergangenen Woche spricht Dirk Marscheider, Pressesprecher der Stendaler Polizei, von zwölf zerstörten Scheiben. Die dreiteiligen Fensterelemente sind etwa vier mal zwei Meter groß, erklärt Schreiber.

Zur bisherigen Schadenssumme kann der Geschäftsführer noch keine genauen Angaben machen, unter anderem, weil es eine Soforthilfe zur Reparatur gibt. „Wir sind noch am Ermitteln.“ Der Geschäftsführer schätzt vorsichtig auf einen niedrigen fünfstelligen Betrag. Zum Ärger der wiederholt zerstörten Scheiben kommt noch hinzu: „Vandalismus ist ganz schwer zu versichern.“ Es ist demnach möglich, dass die Lebenshilfe auf den Kosten sitzen bleibt.

Die Aufklärung der Fälle erscheint schwierig. Für die Heime im hinteren Teil des Lebenshilfe-Komplexes gebe es zwar eine Nachtaufsicht, aber diese würde davon nichts mitbekommen. Froh ist Schreiber über die Unterstützung aus der Bevölkerung. „In Tangerhütte kennt ja jeder jeden irgendwie.“

Es gebe eine erhöhte Aufmerksamkeit und verschiedenste Vermutungen, unter anderem Jugendliche. „Für uns ist das nicht nachvollziehbar oder beweisbar.“ Er will das nicht pauschalisieren, betont Schreiber. Die Leitung überlegt, das Gelände wie zuvor schon einmal mit einem Wachschutz abzusichern. Das sei aber schwierig und teuer.

„Ich weiß, dass die dem massiv hinterhergehen“, berichtet Schreiber von der Polizei. In welcher Form allerdings, ob es beispielsweise verstärkte Streifenfahrten gebe, könne er nicht sagen. Für ihn ist es die einzige Lösung, die unbekannten Täter auf frischer Tat zu ertappen. Marscheider bestätigte gegenüber der AZ, dass der Fall aufgenommen wurde.

Er könne vorerst noch nicht einschätzen, ob die Täter Jugendliche, die sich in der Nähe an der Bushaltestelle aufhalten, sein könnten. Auch eine Aussage zum genutzten Gegenstand, um die Scheiben einzuschlagen oder einzuwerfen, kann noch nicht gemacht werden.

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