Tangerhütte

3,5 Millionen Euro für den Brandschutz

Ein Feuerwehrmann begutachtet einen ausgebrannten Linienbus.
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Nicht alltäglich für die Kameraden der Tangerhütter Feuerwehren war der Anfang September letzten Jahres in Schelldorf in Brand geratene Linienbus. Einsätze wie dieser dokumentieren eindrucksvoll, wie wichtig ausreichende Investitionen in den Brandschutz sind.
  • vonStephan Ernst
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Der im März beschlossene Haushalt für das laufende Jahr legt einen Schwerpunkt auf die Ausstattung der Freiwilligen Feuerwehren der Einheitsgemeinde. Mehr als 3,5 Millionen Euro sollen investiert werden.

Tangerhütte - So wird in diesem Jahr der Spatenstich für das Feuerwehrgerätehaus für den Bereich an der B 189 in Lüderitz erfolgen. Die 765 000 Euro Fördermittel des Landes sind bereits für den mit 2,02 Millionen Euro veranschlagten Neubau bewilligt.

Bereits fest steht auch schon die Anschaffung eines Tanklöschfahrzeuges mit einem Gesamtwert von 400 000 Euro. Davon werden 150 000 Euro durch das Land Sachsen-Anhalt gefördert.

Der Haushaltsplan sieht die Anschaffung von drei weiteren Fahrzeugen bis zum Jahr 2025 mit einem Gesamtvolumen von 935 000 Euro vor. Diese Planungen knüpfen an die zentrale Beschaffung des Landes an und könnten mit bis 50 Prozent gefördert werden.

„Neben Ausrüstung und Ausstattung ist die Neugewinnung von Mitgliedern die zentrale Aufgabe der kommenden Jahre“, erläutert Bürgermeister Andreas Brohm (parteilos) die Herausforderungen für den Brandschutz für die nächsten Jahre.

Alle wichtigen Vorhaben auf einen Blick: Dieses Modell präsentierte Tangerhüttes Bürgermeister Andreas Brohm vor einigen Monaten dem angereisten Bundesverkehrsminister und CSU-Politikerr Andreas Scheuer.

Im letzten Jahr war mit den Kameraden besprochen und ausgelotet worden, wie die Einsatzbereitschaft langfristig erhalten und nach Möglichkeiten ausgebaut werden kann. Konsens der Diskussionen war unter anderem, eine angemessene Honorierung der Ehrenamtlichen zu finden.

Im Ergebnis dieser Beratungen sieht die entsprechende Beschlussvorlage vor, die Entschädigungen der Führungskräfte sowie auch die Abgeltung geleisteter Ausbildungen und Einsätze anzupassen. „Durch die neugeschaffene Zuwendungsrichtlinie werden finanzielle Anreize gesetzt, die zu einer erfolgreichen Teilnahme an Qualifizierungen motivieren sollen“, so Brohm weiter.

Die Ausgabensteigerungen von fast 50 000 Euro jährlich sind Bestandteil des nun gültigen Haushaltes der Einheitsgemeinde. Das Zahlenwerk könnte noch im Mai von der Kommunalaufsicht des Landkreises genehmigt werden, dann könnte über das Geld verfügt werden.

Grundlage für die Umsetzung ist die Zustimmung des Stadtrates zu den Satzungsänderungen. Seit Februar dieses Jahres läuft dazu die Anhörung in den Ortschaften. Erst im Bauausschuss im März 2021 vertagte man das Thema. In der Folge fand in keinem Gremium eine Meinungsbildung dazu statt. „Ich bin zuversichtlichen, dass die Gremien sich im zweiten Halbjahr dieses Jahres damit befassen werden und wir zu einer positiven Beschlussfassung kommen“, gibt sich Bürgermeister Brohm zuversichtlich. Die Änderungen würden dann rückwirkend zum 1. Januar greifen. (pm)

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