Raub an der Stendaler Straße / Nachbarschaft in Angst

Täter nutzen Tonnen als Kletterhilfen

In der Stendaler Straße in Tangerhütte, in der Nähe des Rathauses, waren in der Nacht zu gestern gegen 3 Uhr Unbekannte in das Haus eines Juwelier-Ehepaares eingedrungen.
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In der Stendaler Straße in Tangerhütte, in der Nähe des Rathauses, waren in der Nacht zu gestern gegen 3 Uhr Unbekannte in das Haus eines Juwelier-Ehepaares eingedrungen.
  • VonAlexander Klos
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Tangerhütte. Die Angst geht um in der Nachbarschaft der Stendaler Straße in Tangerhütte. In der Nähe des Rathauses wurde gestern ein älteres Ehepaar überfallen.

Nachbarn, die ihre Namen aus Furcht vor den Tätern nicht in der Zeitung lesen möchten, gaben gestern gegenüber der AZ an, dass es sich wohl um eine gezielte Aktion gehandelt haben müsse. Da das Paar durch ihre einstige Juwelierschmiede in der Stadt bekannt ist. Ein relativ neuer Mercedes und die berufliche Vergangenheit hätten vielleicht Diebe auf Ideen gebracht. Und tatsächlich wurden Schmuck, Uhren, Bargeld und das Fahrzeug von den Tätern geraubt.

Das Wohnhaus mit der Nummer 3 grenzt direkt an ein Restaurant an. Über den Zaun des anderen Nachbarn, Hausnummer 1, sollen die Räuber in den Garten der Geschädigten gelangt sein. Dazu sollen AZ-Informationen zufolge die Mülltonnen der Nachbarn als Kletterhilfen missbraucht worden sein.

Die Beamten der Kriminalpolizei nahmen sich gestern viel Zeit für die Spurensicherung. Das Spezialfahrzeug mit geeignetem Equipment an Bord hatte direkt vor dem Haus geparkt. Von außen wirkte die Lage an der Stendaler Straße gestern Vormittag ruhig. Über die Gefühlslage der Betroffenen lässt sich allerdings nur spekulieren. Glücklicherweise konnten schwere körperliche Verletzungen ausgeschlossen werden, hieß es auf AZ-Nachfrage vonseiten der Polizeidirektion Nord. Der Schrecken sitze allerdings tief.

„Das Ehepaar ist nicht allein. Und wird mit diesem Schrecken auch nicht allein gelassen. Sie wurden zunächst medizinisch und werden nun von Seelsorgern betreut“, sagte Marc Becher, Sprecher der Behörde.

Von Alexander Klos

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