Kostümprobe zum Film „Axel der Held“ im Kulturhaus Tangerhütte

Selbstversuch als Aussteiger

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Die langen Textil-Reihen boten einen enormen Fundus, um die Ideen der Kostümbildnerinnen umzusetzen. Fotos: Postolache/privat

Tangerhütte. Mit sattem Leuchten in warmen Farben verabschiedet sich der Tag und geht in die Dunkelheit über, als im großen Saal des Tangerhütter Kulturhauses immer noch Licht brennt. Es ist der zweite lange Tag für die Kostümbildnerinnen.

Wer 14 Stunden von morgens bis abends kreativ sein darf, aber auch sein muss, der weiß, was er getan hat. Und trotzdem haben die drei Frauen, die gegen 19 Uhr bereits 45 Komparsen bekleidet haben, nicht die Freude am Projekt „Axel der Held“ verloren.

Carolin aus Grieben erfuhr über den Karnevalsverein über das Filmprojekt und ist begeistert dabei.

„Alex, was hältst du von einem Rock? Und dazu vielleicht die Lederjacke?“ Sabine Böbbis schiebt Textil um Textil von einer Seite zur anderen. Sie schaut nach der passenden Größe und setzt ihre Vision, wie der Reporter, der sich als Komparsen verpflichten ließ, auszusehen hat, um. Die Klamotten, die ich dann anhabe, bilden eine bunte Mischung. Eine, die aussieht, als hätte ich mich wahllos in einem Second Hand-Laden bedient. Aber die Lederjacke, der bunte Rock und die Lederstiefel harmonieren irgendwie perfekt.

„Die Hemden passen nicht recht dazu“, überlegt Sabine. Nach einem Moment des Zögerns hole ich meine Klamotten hervor, die ich mitgebracht habe. Im Aufruf zur Kostümprobe hatte die Filmcrew eine Beschreibung mitgegeben, was die Komparsen gern mitbringen können. Aus meinem Beutel ziehe ich also einen olivgrünen Baumwollpullover.

Von Alexander Postolache

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