Ortsbürgermeister: Schabernack von spielenden Kindern vor 50 Jahren?

Schädelstück aus Bertinger See ist beerdigt

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Am Ufer des Bertinger Sees gab es vor drei Jahren einen grausigen Fund. Möglicherweise hängt er mit dem Bau einer Trauerhalle vor etwa 60 Jahren zusammen.

kah Bertingen/Kehnert. Unaufgeklärt bleibt der Fall eines Schädelstückes, das bereits im Sommer 2014 aus dem Bertinger See gefischt worden war. Damals waren die Ermittlungsbehörden ratlos, und auch heute ist nicht geklärt, wie es zu dem Schädelfragment im See kam. Die AZ hat nochmal nachgehakt.

Am 22. Juli 2014 sorgte das Knochenstück für Aufregung an dem See. Ein Badegast hatte es entdeckt und sich erschrocken. Eine erste Anfrage bei der Polizei ergab, dass man das Stück zunächst sichere und dann von Forensikern untersuchen lassen werde. Zwei Wochen später fragte die AZ damals nochmals nach. Das damalige Ergebnis: Der Besitzer des Schädelfragmentes ist mit sehr großer Wahrscheinlichkeit tot.

Am 22. Juli 2014 wurde das Schädelfragment gefunden. Die AZ berichtete.

Exakt drei Jahre nach dem Fund werden am Wochenende des 21. und 22. Juli am Bertinger See wieder Liebhaber der schwermetallischen Musik beim „Rock unter den Eichen“ (RUDE) abhotten. Die Untersuchungen der Polizei sind derweil bereits seit Langem abgeschlossen, so eine Mitteilung des Stendaler Reviers. Das Fragment stamme von einem Menschen, sei mindestens 50 Jahre alt und sei mittlerweile als Leichenteil bestattet worden. Woher das Schädelstück stammt und wie es in den See geriet, konnte nicht ermittelt werden.

Von Kehnert aus kommen Badegäste gut ins Wasser. Nachfrage bei Jürgen Schröder, Ortsbürgermeister: Der erinnert sich, dass der Schädelfragment-Fund zwar im Ort besprochen wurde, aber nicht für übermäßige Aufregung gesorgt habe. Eine Theorie gäbe es derweil: Er erinnert sich, dass vor etwa 60 Jahren in Kehnert eine Trauerhalle gebaut wurde. Dafür musste beim Friedhof eine Baugrube ausgehoben werden. Möglicherweise seien dabei noch Reste von lange Beerdigten ans Tageslicht gekommen. Und möglicherweise hätten dann Kinder oder Jugendliche aus gruseligem Schabernack einzelne Überreste mitgenommen – und so könnten sie dann durch spielende Kinder in den See gelangt sein.

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