Liebhaber der betagten Motorräder im Landkreis unterwegs

Retro-Biker auf Altmark-Tour

Zur Ausfahrt gehörten Etappen zu den Stationen beispielsweise in Lüderitz, Tangerhütte, Bertingen oder in Jerichow. Dabei fuhren die Biker auch mit der Fähre zwischen Grieben und Ferchland.
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Zur Ausfahrt gehörten Etappen zu den Stationen beispielsweise in Lüderitz, Tangerhütte, Bertingen oder in Jerichow. Dabei fuhren die Biker auch mit der Fähre zwischen Grieben und Ferchland.

ct/kah Stendal/Tangerhütte. Über 100 Freunde des historischen Motorradsportes haben am Wochenende den Landkreis Stendal besucht. Bereits am Freitag waren die Teilnehmer aus der ganzen Bundesrepublik eingetroffen.

Markus Kleine mit der EMW R 35 (1955) und Heino Kleine (beide aus Artern) mit der MZ TS 250 (1977).

Sie fuhren in einem Korso von Stendal über Lüderitz, Tangerhütte bis Bertingen und dann über die Fähre Ferchland, Jerichow und Fischbeck zurück in die Kreisstadt. In Tangerhütte gab es dabei ein besonderes Mitbringsel.

Technik, die begeistert: Bernd Stinski aus Hechthausen mit seiner Zündapp KS 600 (1939).

In der Tangerstadt hielt die Bäckerei Bernick einen „Schloss-Taler“ bereit, den jeder bekam. An der historischen Autowerkstatt von Thomas Kühnel in der Breitscheidstraße war eine Etappenstation aufgebaut, an der Ortsbürgermeister Gerhard Borstell Etappenstempel gab. Da wurde auch freundlich gefrotzelt: „Ihr habt ja noch tolle Straßen hier“, meinte Heinrich Bodenstein aus Winsen (Aller), der seine Phänomen Bob 100 aus dem Jahr 1940 über das Kopfsteinpflaster der Straße hoppeln ließ. Antwort Borstell: „Wir haben extra diesen Weg gewählt, damit die Stoßdämpfer getestet werden.“

Beim ADAC auf dem Stendaler Schützenplatz konnten die Teilnehmer bei einer Gleichmäßigkeitsfahrt gegeneinander antreten.

Am Nachmittag fanden sich die Teilnehmer wieder in Stendal ein. Auf dem Schützenplatz traten sie zum Wettbewerb in der Gleichmäßigkeitsfahrt an. Unter ihnen beispielsweise Andreas und Anette Wittorf aus Göttingen mit einer BMW R60/7. Sie sind Niedersachsenmeister in der Klasse der Nachtkriegs-Motorräder. Was sie an den alten Maschinen schätzen? „Es ist wirklich noch etwas zum anfassen und rumschrauben“, sagt er – ohne ausufernde Elektronik. In der Altmark genießen sie die Landschaft und nutzen den Gleichmäßigkeits-Wettkampf, um Punkte zu sammeln für die nächste niedersächsische Meisterschaft.

Die Biker waren drei Tage lang in der Rolandstadt und genossen die Gastfreundschaft und Geselligkeit in der Classic-Garage am Nordwall.

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