Landeskriminalamt informiert in Tangerhütte über die Sicherheit von Haus und Hof / Falsche Lichter imitieren den laufenden Fernseher

Prävention aus Sicht des Langfingers verhindert Einbrüche

+
Herbert Wolf (li.) lässt sich von Kriminalhauptmeister Fred Brehmeier die Funktionsweises eines Querriegelschlosses erklären. Rund 160 Mal im Jahr rücken die Beamten mit ihrem Infobus aus, um Bürger zum Thema Einbruch und Sicherheit zu beraten.

mma Tangerhütte. Es sind schon kleine Dinge, die man unternehmen kann, um Einbrechern die Tour zu vermasseln.

Abschließbare Fenstergriffe in Verbindung mit einer einbruchshemmenden Verriegelung und Verglasung, ein Querriegelschloss an der Tür, Zusatzschlösser und Türspaltsperren sind nur einige Möglichkeiten, um sein Eigentum zu sichern. Viele Dinge davon können nachgerüstet werden. Das erzählt Kriminalhauptmeister Bernd Neumann, der gestern mit seinem Polizeiinfobus auf dem Tangerhütter Rathausplatz stand.

„Nichts ist schlimmer, als wenn durch einen Einbruch die eigene Intimsphäre verletzt wurde. Das Gefühl, jemand Fremdes war in der Wohnung, ist schrecklich“, meint Neumann. Aus Erfahrung weiß er, dass viele Menschen nach solch einem Vorfall aus ihrer Mietwohnung ausziehen, da sie sich dort nicht mehr sicher fühlen. Bei einem Haus sei das schlecht möglich. Einbrüche würden oft am Tage verübt, wenn man bei der Arbeit, beim Einkaufen oder nur ein Stündchen beim Nachbarn ist. Oftmals sind nicht eingeholte Mülltonnen schon ein Indiz dafür, dass niemand daheim ist. „60 bis 70 Prozent der Einbrüche werden durch ortsansässige Täter verübt.“ erklärt Kriminalhauptmeister Fred Brehmeier vom Landeskriminalamt. Runtergelassene Jalousien seien ebenfalls oft ein Indiz für die Abwesenheit des Besitzers. Hier könnten Zeitschaltuhren für die Jalousien, Licht und „Fake-LEDs“, die Fernsehflackern simulieren, einen bewohnten Eindruck vermitteln.

„Man sollte sein Grundstück aus den Augen eines Einbrechers betrachten und die Schwachstellen beseitigen. Leitern sollten fixiert werden, da Täter soetwas nie mitbringen, sondern das nutzen was da ist.“, rät Neumann.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare