Sanierung abgeschlossen / Pfarrersfamilie zieht im Oktober wieder ein

Pfarrhaus wieder in Schuss

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Hildegard Traeber überreicht Pfarrer Peter Lippelt Blumen, als sie sich am Sonnabend im Pfarrhaus umschauen darf. Eine handvoll Kirchengemeinde-Mitglieder ist der Einladung des Pfarrers gefolgt.

Lüderitz. Noch herrscht gähnende Leere im Obergeschoss des Lüderitzer Pfarrhauses. Das soll sich aber spätestens Anfang Oktober wieder ändern. Dann zieht Peter Lippelt mit seiner Familie zurück in das Haus unweit der Kirche im Ort.

Während der vergangenen sechs Monate war es energetisch saniert und auch ausgebaut worden. Die Außenwände wurden gedämmt, eine neue Heizungsanlage eingebaut und mehr Wohnraum durch eine Dachgaube geschaffen. Der Bodenbelag ist neu, die Wände frisch gestrichen. „Wer goldene Wasserhähne zu finden hofft, sucht vergeblich“, sagt Peter Lippelt mit einem Augenzwinkern bei einem Rundgang durch die Wohnung. Die Arbeiten hätten natürlich Kosten verursacht, „dienen aber der Grundsicherung des Gebäudes“, fügt er an.

Lippelt hat Residenzpflicht. Das heißt, er muss im Pfarrhaus wohnen, so wie viele Generationen von Pastoren schon vor ihm in Lüderitz. Die Bausubstanz wurde nicht besser in all den Jahren. 2010 wurden dann zunächst die Räume für die Kirchengemeinde in Schuss gebracht, bevor nun, finanziert aus Mitteln der Landeskirche und des Kirchenkreises, auch das Obergeschoss renoviert sowie das Haus komplett energetisch saniert werden konnte.

Am Sonnabend gewährte Peter Lippelt Mitgliedern der Kirchengemeinde einen Blick in seine Wohnung. „Letztendlich wurden die Arbeiten mit Kirchengeldern finanziert. Deshalb sollten Gemeindemitglieder auch die Gelegenheit haben, sich einmal umschauen zu können“, erklärt der Pfarrer. Seiner Einladung waren eine handvoll Kirchenmitglieder gefolgt. Unter ihnen war Hildegard Traeber. „Ist doch wichtig, dass sich der Pfarrer mit seiner Familie wohlfühlt“, meinte sie und hatte für Peter Lippelt zum baldigen Wiedereinzug in das Pfarrhaus ein paar Blumen mitgebracht.

Von Norman Reuter

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