Handwerker sollen weiter punkten

Ortschefin Braun sieht Lüderitzer Schule keinesfalls ausreichend erneuert

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Wirklich trittfest scheint der Haupteingang nicht.

Lüderitz – „Noch ein Riss. “ Edith Braun mustert die Treppe von oben bis unten. Sie findet einige schadhafte Stellen. Die Augen wandern nach oben, auch an der Fassade links und rechts der großen Tür ist nicht alles glatt und schön.

Der Haupteingang der Grundschule Lüderitz wirke alles andere als einladend, findet die Bürgermeisterin. Und überhaupt: „Wer sagt, dieses Gebäude ist bereits fix und fertig saniert, hat keine Ahnung. “ Im Inneren des 1960 eingeweihten Komplexes fehle es vor allem noch an einem: an Schallschutz.

Ortschefin, Ratsfrau ... So lang wie ihr Schlüsselband sei auch die Verantwortung, meint Edith Braun schmunzelnd.

Braun sieht die Einheitsgemeinde mehr denn je am Zug. Der Stadtrat müsse endlich den Weg für die weitere Sanierung freimachen. Zumal da noch diese 23.000 Euro wären, schon vor dem ersten gemeinsamen Haushalt der gemeindlichen Familie 2011 für eine Erneuerung reserviert. Dass diese Summe für die Arbeiten sehr wahrscheinlich nicht ausreicht, weiß auch Braun, die für die Wählergemeinschaft Lüderitz (WGL) im Tangerhütter Stadtrat sitzt. Die Einheitsgemeinde trägt zwei weitere Grundschulen, die in Grieben und die in Tangerhütte.

78 Mädchen und Jungen besuchen die Bildungsstätte in Groß Schwarzlosen (Lüderitz), im nächsten Schuljahr werden es 94 sein. Braun führt die AZ über das Gelände, die Ortschefin hat im Gebäude ihr Büro. Für die Schule sei bereits einiges erreicht worden, berichtet sie. Vor wenigen Jahren wurde in den Brandschutz investiert, auch das Problem mit Grundwasser und nassen Wänden scheint gelöst. Doch am Ziel sieht die frühere Sozialdemokratin die Einrichtung eben noch nicht. „Hier muss es endlich weitergehen“, macht sie Druck.

Der Putz bröckelt auch an anderen Stellen. 

Die Schüler betreten von hinten über den Hof das Gebäude. Der Haupteingang vorn zur Straße hin soll wieder mehr Klasse bekommen und repräsentativer werden. Kletterpflanzen, die mit ihren Wurzeln die Fassade geschädigt haben sollen, sind bereits entfernt. Der Wetterschutz direkt über dem Portal habe auch schon bessere Tage gesehen und gehört für Braun mit auf die Liste der Handwerker. „Eltern kommen zu Lehrergesprächen, Bürger erscheinen in meinem Büro ... Es ist vor allem eine Schule, aber nicht nur.“

VON MARCO HERTZFELD  

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