Tangerhütter Kulturhaus muss Einnahmesituation bei gewerblichen Veranstaltungen verbessern

Saal bald nicht mehr für kleines Geld

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Der große Saal wird vielfältig genutzt, zum Beispiel für die Neujahrsempfänge der Einheitsgemeinde.

Tangerhütte. Im Tangerhütter Kulturhaus sollen gewerbliche Veranstalter stärker zur Kasse gebeten werden. Dafür machte der Stadtrat jetzt den Weg frei. Bisher gilt ein einheitlicher Kostensatz für die Nutzung des bis zu 500 Plätze bietenden großen Saales.

Die Entgelt- und Nutzungsordnung der Einheitsgemeinde wird nun entsprechend geändert.

Selbst bei ausverkauften Veranstaltungen, bei denen eine Karte 30 Euro kostet, musste der Veranstalter nur den Festbetrag von 500 Euro bezahlen, nannte Bürgermeister Andreas Brohm (parteilos) ein Beispiel. Neben der Saalmiete waren darin die Nebenkosten für Bestuhlung, Absicherung (Feuerwehr) und Reinigung enthalten. „Letztlich blieb da kaum etwas als Einnahme für die Stadt übrig“, sagte Brohm. Nun kann die Verwaltung den Preis nach den marktüblichen Konditionen (zwischen 1000 und 1500 Euro) aushandeln.

Stadtrat Marcus Graubner (CDU) mahnte dabei Transparenz und Fingerspitzengefühl an, um potenzielle Nutzer nicht zu verschrecken. Es müsse klar zu erkennen sein, wofür welche Summe zu zahlen ist. Dass es ein verstärktes Interesse an der Kulturhausnutzung gibt, bewertet er als positiv und Zeichen dafür, dass die Einrichtung nach wie vor attraktiv sei und gebraucht werde.

Brohm betonte, dass es nur um kommerzielle Anbieter gehe. Von der Änderung ausdrücklich ausgeschlossen sind gemeinnützige Vereine. Für sie gilt weiterhin der günstigere Kostensatz.

Von Christian Wohlt

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