Zehn Projekte umgesetzt

Neue Tierart im Wildpark Weißewarte eingezogen: Marder-Dame springt von Ast zu Ast

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Die junge Marder-Fähe wohnt jetzt im Wildpark Weißewarte und springt flink von Ast zu Ast.

Weißewarte – Flink huscht sie über den Boden, hüpft an einen Baumstumpf, klettert einen Ast hinauf und setzt dann zum Sprung ans Gehege-Gitter an. Mit den Augen kann man ihr noch folgen, mit der Kamera wird es dann schon schwieriger.

Dabei haben aufmerksame Wildpark-Besucher bereits seit geraumer Zeit darauf gewartet, welche neue Tierart nun in Weißewarte einziehen durfte. Beim Arbeitseinsatz im Rahmen des Frühlingserwachens wurde das Geheimnis gelüftet: Ein Baummarder-Mädchen ergänzt nun die rund 340 Parkbewohner.

Vor schwerer Arbeit durften sich die Helfer nicht scheuen. Für jeden gab es etwas zu tun.

Wildparkmitarbeiter Michael Zahrt hat am Wochenende das Gehege für die Fähe mit eingerichtet. Unterstützung gab es von zwei Jugendlichen, die so Erfahrungen im Arbeitsfeld eines Zootierpflegers sammeln konnten. Das Gehege ist lang gestreckt, schlauchförmig. „Für einen Marder unglaublich gut“, so Zahrt im AZ-Gespräch. Die junge Baummarder-Dame habe einen unglaublich großen Bewegungsdrang. „Und der muss auch kompensiert werden“, weiß der 34-Jährige. Mit Klettern, Springen und Laufen sei der Neuankömmling, der aus einem Wildpark in Schleswig-Holstein stammt, den ganzen Tag über bestens fleißig beschäftigt.

Dass die Fähe ohne Partner oder Spielgefährte gehalten wird, habe ebenfalls seinen Grund – und auch seine Richtigkeit, wie Zahrt erklärt. Nicht jedes Tier lege Wert auf Gesellschaft. Der Baummarder sei auch in der freien Natur ein Einzelgänger. „Es ist schwer, diese Tiere zusammen zu halten.“

Beim Frühlingserwachen des MDR wurden neben dem Einrichten des Mardergeheges noch neun weitere Projekte und innerhalb dieser zahlreiche kleinere Arbeiten umgesetzt. Holzmöbel wurden abgeschliffen, Sturmschäden beseitigt, die Bühne hat eine neue Rückwand bekommen, ein Grillplatz ist entstanden und die Spielgeräte haben einen frischen Anstrich bekommen. Mehr als 500 Helfer haben sich an dem Arbeitseinsatz beteiligt.

Die Aktion steht im Wettstreit mit ähnlichen Einsätzen, die in Artern in Thüringen und Mügeln in Sachsen gewesen sind. Noch bis Donnerstag, 4. April, 16.30 Uhr kann abgestimmt werden: Im Internet und gegen Gebühr am Telefon: (0137) 101 1003.

VON LAURA KÜHN

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