Nutzung der Früchte noch offen / Strecke Schelldorf-Grieben: Baustart am 18. April

Neue Obstbaumallee ab November

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Das Kreuz markierte einen nicht mehr standfesten Baum zwischen Schelldorf und Grieben. Nach der Sanierung der Straße sollen hier wieder neue Obstbäume gepflanzt werden.

Grieben/Schelldorf/Buch. Ein paar Bäumstümpfe und noch einiges totes Holz zeugen von der Baumfällaktion Anfang Februar zwischen Grieben und Schelldorf. Viele hochstämmige Obstbäume fielen der Kettensäge zum Opfer.

Die Obstbäume, worunter viele noch recht alte Sorten waren, sind laut Anwohnern in den Jahren 1935 und 1936 gepflanzt worden. Die Einheitsgemeinde muss nun dafür sorgen, dass die Obstbaumallee neu bepflanzt wird. „An der Gemeindestraße sind insgesamt 194 hochstämmige Obstgehölze zu pflanzen“, sagt Andreas Brohm, Bürgermeister der Einheitsgemeinde Stadt Tangerhütte. Jedoch werde dies erst im November geschehen. Vorab ist jedoch ab 18. April der Start der Bauarbeiten für die grundhafte Sanierung mit einem vollgebundenen Asphaltoberbau bis Ende August geplant.

Die Fahrbahnbreite beträgt derzeit 5,50 Meter und bleibt auch so. „Die genaue Sortenauswahl für die Gehölze wurde noch nicht vorgenommen. Hier wird eine Abstimmung mit dem Naturschutzbund und der Stadt Tangerhütte erfolgen“, erklärt der Bürgermeister.

Die Kreisstraße von Schelldorf nach Buch wurde schon vor knapp zwei Jahren grundhaft saniert und im letzten Jahr freigegeben. Auch dort wurden 141 schon recht alte Obstbäume, überwiegend Apfelgehölze, gefällt. Nötig wurde dies, weil die Straße von vier auf 5,50 Meter verbreitert wurde.

„Die Straßenbäume befanden sich ohne Ausnahme im Eigentum des Landkreises“, erklärt Thomas Müller vom Straßenbauamt des Kreises. „Als Ausgleichs- und Ersatzmaßnahme neu gepflanzt wurden 229 Bäume, davon vier Eichen, elf Birken, 104 Apfelbäume der unterschiedlichsten Sorten, 41 Birnen-, 28 Kirsch- und 41 Pflaumenbäume“, sagt Müller.

Dr. Peter Neuhäuser vom Nabu dazu: „Wir haben uns in beide Verfahren konstruktiv eingebracht.“ Basis sei der Paragraf 21 des Naturschutzgesetzes des Landes Sachsen-Anhalt, der aufgrund der naturschutzfachlichen und kulturgeschichtlichen sowie landeskulturellen Bedeutung der Alleen sehr rigorose Festlegungen für die Verantwortungsträger treffe. „Die Gemeinden müssen diese dann umsetzen“, erklärt Neuhäuser.

Laut Thomas Müller ist die ausführende Pflanzfirma noch vier weitere Pflegejahre für die Bäume zuständig. Danach werde die Pflege der Gehölze die Kreisstraßenmeisterei übernehmen. Was eine eventuelle Nutzung des Obstes betrifft, würde dann zu gegebener Zeit entschieden.

Von Maren Maatz

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