Amt: „Begegnung unwahrscheinlich“ / Tiere nicht anlocken

Neue Nachbarn: Wolfspaar lebt bei Tangerhütte

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Ein Wolfspaar tappte in der Colbitz-Letzlinger Heide in die Fotofalle.

Tangerhütte – Nun hat auch Tangerhütte „seinen Wolf“. Genauer gesagt wurde ein sogenanntes „Paarterritorium“ festgestellt, so eine Information des Landesamtes für Umweltschutz. Wo dieses Territorium ist, geht aus der Mitteilung nicht hervor.

Dem Vernehmen nach soll es sich dabei um den Bereich des Bundesforstreviers Mahlpfuhl handeln.

Seit Längerem ist mindestens ein Rudel in der Colbitz-Letzlinger Heide bekannt. Sichtungen gab es auch darüber hinaus. Vor drei Jahren machte ein blutiger Wolfsangriff auf eine Schafherde bei Uchtdorf Schlagzeilen. Der Schäfer hat danach seine Schutzmaßnahmen ausgebaut und Herdenschutzhunde angeschafft. Seitdem ist Ruhe. Insgesamt waren laut Monitoringbericht 2018 in Sachsen-Anhalt 13 Wolfrudel und 93 Tiere (in Rudeln, einzeln oder als Paar) registriert.

Neu nachgewiesen wurden jetzt auch Rudelterritorien in der Altmärkischen Höhe, der Stresower Heide sowie im Steckby-Lödderitzer Forst. Die neuen Informationen gehen laut Landesamt in den Monitoringbericht des laufenden Monitoring-Jahres 2018/19 ein. Dieser wird Ende 2019 veröffentlicht.

Einem Wolf beim Spaziergang zu begegnen, bleibe dennoch sehr unwahrscheinlich. Wölfe seien dämmerungs- und nachtaktiv. Ein Zusammentreffen mit Menschen sei zwar selten, aber generell möglich. „Man sollte nicht auf den Wolf zugehen und darf ihn auf keinen Fall anlocken oder füttern. Dadurch besteht vor allem bei jungen Tieren die Gefahr, dass sie sich an Menschen gewöhnen und ihre natürliche Scheu verlieren“, so die Mitteilung des Amtes.

Alle Sichtungen sowie weitere Hinweisfunde wie Spuren, Losungen oder Risse, die auf Wolfsaktivität in einem Gebiet hindeuten, sollten immer unmittelbar an das Wolfskompetenzzentrum gemeldet werden.  ct

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