Ratsleute suchen mögliche Alternative für die Zukunft

Nach Betriebs-Aus: Tangerhütte sammelt Geld für das Fähren-Gutachten

Der Betrieb der Motorfähre Ferchland-Grieben ist mit dem Monatswechsel eingestellt worden. Wie es an der Elbe nun weitergehen kann, muss sich zeigen.
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Der Betrieb der Motorfähre Ferchland-Grieben ist mit dem Monatswechsel eingestellt worden. Wie es an der Elbe nun weitergehen kann, muss sich zeigen.

Tangerhütte – Ein gemeinsames Gutachten zur Fährverbindung soll erarbeitet werden, das war bereits aus dem Rathaus der Einheitsgemeinde angekündigt worden.

Die ursprünglich für die motorbetriebene Fähre Ferchland-Grieben vorgesehenen 7000 Euro sollen zur Erstellung einer Expertise verwendet werden. Eine entsprechende Beschlussvorlage aus der Verwaltung hat der Tangerhütter Stadtrat nun für diesen Mittwoch vorliegen. In dem Papier ist die Rede von einer nachhaltigen Lösung.

Anfang Februar hatten die Altmärker beschlossen, in den nächsten drei Jahren jeweils 7000 Euro an den Betreiber der Fähre, die Gemeinde Elbe-Parey (Landkreis Jerichower Land), zu geben. „Bis jetzt konnte keine Lösung für den Erhalt der Fähre durch die beiden Landkreise, das Land und die Gemeinde Elbe-Parey gefunden werden“, heißt es in der Vorlage vom 29. Juni. Ein potenzieller Investor sprang ab, Elbe-Parey zog endgültig die Reißleine, das Fahrzeug geht an das Land und nach Magdeburg.

„Das bedeutet das Aus dieser motorbetriebenen Fähre.“ Wie berichtet, hat die kommunale Fähre ihren Betrieb mit dem Monatswechsel eingestellt. Das Ziel der beiden Landkreise und beider Einheitsgemeinden, wie es nun heißt, eine Lösung zum Erhalt der Fährverbindung zu finden, „bleibt davon unberührt“. Und weiter: „Gemeinsam suchen wir nach einer dauerhaft tragfähigen Lösung.“ Das Geld für ein Gutachten müssten beide Landkreise und die beiden Kommunen bereitstellen.

Die Stadt Tangerhütte könnte sich mit bis zu 7000 Euro an den Kosten beteiligen. Das erklärte Ziel: Mit der Expertise in Spätsommer oder Herbst eine „gemeinsame Diskussionsgrundlage in den beiden Landkreisen“ haben. Über die avisierten jährlichen 7000 Euro für die Fährverbindung ist inzwischen die Zeit hinweggegangen. Welche Möglichkeiten ein Gutachten eröffnen könnte, bleibt abzuwarten. Vom Einsatz einer Gierseilfähre war bereits die Rede.

Die Ratsleute treffen sich morgen, 15. Juli, im Kulturhaus. Die Sitzung ist wie üblich öffentlich und für Bürger zugänglich. Eine Uhrzeit ist im Sitzungsdienst der Einheitsgemeinde Tangerhütte noch nicht verzeichnet.  tz

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