Marode Gehwege in Tangerhütte / Anlieger sollen knapp 500.000 Euro zahlen

Millionenschweres Problem

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1,4 Millionen Euro kostet die Instandsetzung der Tangerhütter Gehwege. Die Anlieger sollen ein Drittel zahlen.

Tangerhütte. Stolper-Stellen auf den Gehwegen und der Ärger vieler Bürger darüber beschäftigen den Stadtrat der Einheitsgemeinde Tangerhütte. Die CDU-Fraktion hatte beantragt, einen Ausschuss einzusetzen, der sich eigens mit der Gehwegsanierung beschäftigen soll.

Dieses Ansinnen wurde zwar mit knapper Mehrheit abgelehnt, dennoch wird das Thema Verwaltung und Rat wohl noch auf Jahre beschäftigen.

Die Verwaltung hat jetzt eine aktuelle, detaillierte Aufstellung über den Zustand der Gehwege in der Einheitsgemeinde vorgelegt. Ergebnis: In den Ortschaften (bis auf Ausnahmen) alles weitgehend top. Sie haben in früheren Jahren meist von Dorferneuerungsprogrammen profitiert. In der Kernstadt dagegen vieles hopp. Und das im wahrsten Sinne. Das Hoppelpflaster bereitet insbesondere in den Nebenstraßen große Sorgen.

Auf rund 1,4 Millionen Euro werden die Gesamtkosten beziffert, die die Instandsetzung insgesamt kosten würde. Rund 700 000 Euro würde die Einheitsgemeinde tragen. Den Rest, also knapp eine halbe Million Euro, müssten die Anlieger dazuzahlen. „Wir reden hier von einem grundhaften Ausbau“, erklärt Bürgermeister Andreas Brohm (parteilos). In solchen Fällen sei die Kommune gesetzlich verpflichtet, entsprechende Beiträge von den Anliegern zu erheben.

Das Thema wurde in den Bauausschuss verwiesen. Dort soll besprochen werden, welche der dringendsten Arbeiten auf die Investitionsliste für das kommende Jahr gesetzt werden. Im Jahr 2019 könnte dann, dort wo es notwendig ist, der grundhafte Ausbau mit entsprechender Kostenbeteiligung der Bürger beginnen.

Von Christian Wohlt

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