Landkreis übernimmt Hälfte des Eigenanteils / Weitere 50.000 Euro vonnöten

Millionenprojekt „Weg für alle“ in Tangerhütte

Mit einer Mensch-Schal-Kette demonstrierten Bürger an der Kreisstraße für einen Radweg. Fotos (3): ct-press
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Mit einer Mensch-Schal-Kette demonstrierten Bürger an der Kreisstraße für einen Radweg.

Tangerhütte – Mit einem leidenschaftlichen Appell wandte sich Cobbels Ortsbürgermeisterin Maria Just auf der jüngsten Sitzung an den Stadtrat. Sie bat darum, das Radwegprojekt nach Birkholz bei Bedarf auch finanziell zu unterstützen.

Es geht um kommunale Eigenmittel zur zehnprozentigen Kofinanzierung eines Förderprogramms.

Ortsbürgermeisterin Maria Just warb im Stadtrat für das Projekt.

Mehr als 22.000 Euro hat die Initiative „Ein Weg für alle“ mit verschiedenen Aktionen, unter anderem einer Menschen-Schal-Kette, bereits selbst gesammelt. Bis Jahresende sollen 50.000 Euro zusammenkommen. Falls das nicht klappt, soll die Einheitsgemeinde für den Rest einspringen. „Es wäre fatal, wenn letztlich zwei/drei Tausend Euro fehlen und das Projekt scheitert“, so die Ortsbürgermeisterin.

Das Thema wurde in die Ausschüsse verwiesen. In der ersten Diskussion gab es unterschiedliche Meinungen, ob dieser Weg wirklich Priorität haben soll. Seit Jahren warte man auf den Bau eines Radwegs an der viel befahrenen Landesstraße zwischen Bellingen und Demker, warf Edith Braun (Wählergemeinschaft Lüderitz) ein.

Andere sehen den Landkreis in der Pflicht, da es sich schließlich um eine Kreisstraße handele. Rita Platte (Wählergemeinschaft Altmark Elbe) wusste von einer Zusage aus Stendal, die Hälfte des Eigenanteils zu tragen. Dann würden doch nur 25.000 Euro gebraucht?

„Wir werden die Hälfte des Eigenanteils übernehmen“, versichert Landrat Carsten Wulfänger (CDU) auf Nachfrage der Altmark-Zeitung. Wie hoch die Summe ausfallen wird, hänge jedoch von den Gesamtkosten für das Projekt ab. Bisher war stets von 500.000 Euro die Rede. Doch das ist aber offenbar nur ein Teil. Mit allem was dazu gehört, Grundstückskauf, Planungen etc., geht Einheitsgemeindebürgermeister Andreas Brohm (parteilos) von einer Millionen-Investition aus.

Es werden also Eigenmittel von 100.000 Euro gebraucht. „Wir stehen zu unserer Zusage“, stellt Wulfänger 50.000 Euro in Aussicht. Wenn der Landkreis die Hälfte übernehme, bliebe es dabei, dass 50.000 Euro gesammelt werden müssen, sagt Brohm. Die Planungen, Kostenpunkt insgesamt knapp 70.000 Euro, sollen gesplittet werden. Für die ersten drei Planungsphasen werden 24.000 Euro veranschlagt. Diese Summe ist durch die Sammlung fast zusammen.

Damit bleibe das Ganze für die Kommune kostenneutral, ist der Bürgermeister mit sich und seiner Rechnung im Reinen.

VON CHRISTIAN WOHLT

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