Tangerhütte

Kampf um Chefsessel im Rathaus beginnt

Ein Mann namens Markus Fettback steht auf einer Dorfstraße mit Häusern im Hintergrund.
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Markus Fettback wirft seinen Hut in den Ring und fordert bei der Bürgerneisterwahl in Tangerhütte am 6. Juni Amtsinhaber Andreas Brohm heraus.
  • vonStephan Ernst
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Die Spannung steigt: Wer wird künftig der Chef im Tangerhütter Rathaus sein? Die Einwohner der Einheitsgemeinde haben am 6. Juni die Wahl. Zwei Kandidaten treten derzeit an. Markus Fettback fordert Amtsinhaber Andreas Brohm (parteilos) heraus.

Tangerhütte – Der ebenfalls parteilose diplomierte Betriebswirt wird von der CDU ins Rennen geschickt. Nicht nur beruflich gibt es einige Parallelen mit dem Amtsinhaber. Wie Amtsinhaber Brohm ist auch Fettback ein Rückkehrer in die (alte) Heimat.

Aufgewachsen in Bellingen, erwarb der gelernte Landmaschinenschlosser sein Abitur am altmärkischen Gymnasium in Tangerhütte. Es folgte eine Bankausbildung in Niedersachsen und eine kaufmännische Karriere im Nachbarbundesland. Lüneburg, Emden und schließlich Oldenburg, wo er die Filiale einer bekannten Bank leitete, stehen ab 2006 in seiner beruflichen Vita.

„Für mich stand schon seit Langem fest, dass ich irgendwann in die Altmark zurück gehe“, sagt Fettback. Durch eine Umstrukturierung im Unternehmen habe er vor der Wahl gestanden, in verantwortlicher Position in der Branche zu bleiben oder etwas völlig Neues anzufangen. Er habe die Chance genutzt, seinen lang gehegten Traum wahr zu machen.

Seit vergangenem Jahr lebt der 48-Jährige in Lüderitz. Sein Ziel ist es, in Bellingen neu zu bauen und mit der Familie in der (alten) Heimat Wurzeln zu schlagen. Für Ehefrau Ina, die er in Emden kennengelernt hat, und den fünfjährigen Sohn Alexander, sei die Altmark durch die vielen Besuche nicht fremd. Jetzt gelte es für die Familie, sich an das Landleben zu gewöhnen und einen neuen Rhythmus zu finden. Die Kontakte zu alten Freunden seien nie abgerissen, sagt Fettback. So gehört er noch immer als passives Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Bellingen an. In der Freizeit widmet er sich dem Motorradfahren und der Fotografie. Außerdem bewirtschaftet er 17 Hektar Familienwald.

Sollte er ins Rathaus einziehen, sieht sich der Kandidat gut für die Aufgaben gerüstet. „Eine Bank ist wie eine Verwaltung mit Vertrieb“, sagt er mit Verweis auf seine langjährigen Leitungserfahrungen.

Die Probleme, die es aktuell zwischen dem Bürgermeister und Teilen des Stadtrates gibt, sieht er als lösbar an. Sie seien auch Ausdruck des permanenten Verteilungskampfes angesichts knapper Ressourcen. Besonders die Kommunikation zwischen den Beteiligten, zu denen auch die Ortschaften gehörten, müsse verbessert werden, meint Fettback: „Ich möchte Bürgermeister werden, weil wir vieles besser machen können, wenn wir uns gemeinsam für eine Sache einsetzen.“ (Christian Wohlt)

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