Tangerhütter Stadtrat diskutiert Prioritätenliste für Investitionen in der Einheitsgemeinde

Licht für Stegelitz und eine „Brücke ins Nirvana“

+
Umstritten: Soll in Stegelitz bald ein weiteres Licht angehen? Das würde 2200 Euro kosten.

Tangerhütte. Welche Investitionen können in Tangerhütte in den kommenden Jahren umgesetzt werden? Eine Prioritätenliste, erarbeitet von der Stadtverwaltung, liegt den Stadträten der Einheitsgemeinde vor und war auf deren jüngster Sitzung Gesprächsthema.

Zwei Projekte in Lüderitz erregten dabei den Unmut einiger Räte. Eine neue Straßenlampe am Eingang des Ortsteils Stegelitz soll 2200 Euro kosten. Für die Sanierung einer Brücke sind 50 000 Euro eingeplant. Dabei gehe es zunächst um ein Gutachten zur Standfestigkeit, hatte Bürgermeister Andreas Brohm (parteilos) zuvor im Hauptausschuss erklärt. Damit solle unter anderem geklärt werden, ob die schweren Müllfahrzeuge auch künftig darüber rollen dürfen.

Zumindest äußerlich macht die Brücke in Lüderitz keinen vertrauenerweckenden Eindruck mehr. Für eine Sanierung wären 50 000 Euro fällig. Zunächst müsste ein Gutachten erstellt werden.

„Warum tauchen diese beiden Punkte plötzlich und ohne Begründung in der Liste auf? Im ersten Entwurf waren sie nicht aufgeführt“, ärgert sich Daniel Wegener. Ina Altenberger (CDU) fand es „befremdlich“, dass für eine „Brücke ins Nirvana“ so viel Geld ausgegeben werden soll. Das Objekt liegt am Ortsausgang an der alten B 189, die seit Langem in einer Sackgasse endet. Dahinter gibt es nur eine Handvoll Häuser. Wenn die Müllfahrzeuge dort nicht mehr hinkommen, müssten die Bewohner ihre Tonnen eben die paar Meter schieben. Das werde in Tangerhütte von einigen Anwohnern auch verlangt, meinte Altenberger.

Wolfgang Kinszorra (SPD) regte an, die dringend notwendige Sanierung der Gehwege in Tangerhütte in den Plan aufzunehmen. Die Vorbereitung eines grundhaften Ausbaus erfordere längere Planungszeit und könne deshalb nicht in der Liste für 2018/19 Niederschlag finden, sagte der Bürgermeister. Ausbesserungs- und Instandhaltungsarbeiten seien nicht Bestandteil des Investitionsplans, stellte er klar. Dafür stelle die Einheitsgemeinde im kommenden Jahr 20 000 Euro mehr, also insgesamt 70 000 Euro, bereit. Was wann gemacht werden soll, müssten der Stadtrat festlegen. „Dazu erwarte ich Ihre Vorschläge“, spielt Brohm den Ball zurück.

Von Christian Wohlt

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare