Ausschüsse sprechen sich für Endwidmung der Fläche am Bahnübergang aus

Letzte Worte im Parkplatzstreit

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Seit zwei Jahren ist der Platz bereits gesperrt. Nun sollen die Parkplätze endgültig wegfallen. 

Tangerhütte. Aus, Schluss, vorbei – Ende der Diskussion! Der kleine Parkplatz am Bahnübergang wird wohl bald endgültig Geschichte sein. Nach dem Bauausschuss befürwortete auch der Hauptausschuss in seiner Sitzung am Montag die Endwidmung, wie es im Amtsdeutsch heißt.

Damit steht das Gelände für den öffentlichen Verkehr nicht mehr zur Verfügung.

Erhalten bleiben lediglich zwei Standflächen für Behinderte. Die vier weiteren Parkplätze, die einst dort zur Verfügung standen, fallen weg. Begründung: Eine Einziehung sei notwendig geworden, da die AVACON AG dort aus technischen und kapazitativen Gründen einen neuen Kompakt-Trafo erstellen müsse. Seit zwei Jahren ist der Platz gesperrt, ursprünglich wegen Bauarbeiten.

Dann wurde heftig darüber gestritten, wie die Fläche nach Abschluss der Arbeiten wieder hergestellt werden soll. Eine Bürgerinitiative kämpfte für die ursprüngliche Situation. Die Geschäftsleute befürchteten Umsatzeinbußen, weil Kunden längere Wege nicht in Kauf nehmen würden. Außerdem sei die gegenüberliegende Postfiliale schwerer erreichbar. Das wäre eine Belastung, besonders für die ältere Generation.

Der Ortschaftsrat sprach sich dennoch mehrheitlich für die kleinere Lösung aus. Hauptargument: die Verkehrssicherheit. Falsches Abbiegen auf den Parkplatz habe immer wieder zu gefährlichen Situationen geführt. Auch im Stadtrat und auf einer Bürgerversammlung wurde das Thema mit gleichem Ergebnis diskutiert. Sogar die AfD-Fraktion im Landtag schaltete sich in den Streit ein und wollte die Landesregierung über eine kleine Anfrage in die Verantwortung nehmen. Die verwies jedoch auf die Spielregeln der Demokratie und die kommunale Selbständigkeit. Das letzte Wort hat nun der Stadtrat.

Von Christian Wohlt

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