Warten auf das Geld aus Berlin / Erster Spatenstich bei Cröchern

A14-Weiterbau: Langkammer sitzt auf Kohlen

Bei Cröchern zogen Archäologen Schneisen durch die Landschaft. Dort wird der erste Spatenstich für den A 14-Weiterbau gesetzt. Foto: ct
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Bei Cröchern zogen Archäologen Schneisen durch die Landschaft. Dort wird der erste Spatenstich für den A 14-Weiterbau gesetzt.

ct Cröchern / Altmark. Uwe Langkammer, Präsident der Landesstraßenbaubehörde, erwartet täglich den abschließenden Segen des Bundesfinanzministeriums für den Weiterbau der A 14.

Die Planungen für den Abschnitt Colbitz–Anschlussstelle Tangerhütte (bei Dolle) sind lange abgeschlossen, der Rechtsstreit mit dem BUND ist beigelegt. Es besteht Baurecht. Knapp 70 Millionen Euro sind für das elf Kilometer lange Stück veranschlagt. Wann die Bagger anrollen, hängt nur noch vom „grünen Licht“ aus Berlin ab. Sobald der Bund die Gelder frei gibt, gehen die Ausschreibungen für die Arbeiten raus. Ein Vierteljahr dauert das Vergabeverfahren. Noch im Sommer soll es dann mit dem Bau losgehen.

Wo genau das passieren wird, steht bereits fest. Als erstes Bauwerk entsteht bei Cröchern für 2,5 Millionen Euro eine Brücke über die Kreisstraße, die zur B 189 führt. Hier werden Bundes- und Landespolitprominenz den Spaten schwingen. Die eigentliche Fahrbahn wird 2018/19 gebaut. Derzeit laufen vorbereitende Arbeiten (Landschaftsbau, Tierschutzmaßnahmen). Außerdem sind Archäologen mit Grabungen beschäftigt.

Dem Weiterbau von Dolle bis Lüderitz (12,5 Kilometer) steht ebenfalls nichts mehr im Wege. Er schließt sich nahtlos an. Die Planungen für alle anderen, insgesamt 95 Kilometer langen, Abschnitte in Sachsen-Anhalt laufen. Der Lückenschluss zwischen den bestehenden A 14-Anschlussstellen Dahlenwahrsleben und Schwerin umfasst insgesamt 155 Kilometer. Er soll 1,3 Milliarden Euro kosten. Fertig sind 30 Kilometer in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg sowie die 5,7 Kilometer Wolmirstedt–Colbitz.

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