Tangerhütter machen den Weg frei für Geflügelfreunde / Gebeutelter Verein ändert Satzung für Neuaufnahme

Kaninchenzüchter schielen aufs Federkleid

Kaninchenzucht soll im Tangerland eine Zukunft haben. Foto: dpa
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Kaninchenzucht soll im Tangerland eine Zukunft haben.
  • Marco Hertzfeld
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Tangerhütte. Peter Komnick und Mitstreiter machen ernst: Der Rassekaninchenzüchterverein G 262 Tangerhütte geht neue, ambitionierte Wege und öffnet sich den Geflügelzüchtern. Die Satzung aus dem Jahre 1992 soll gerade auch deshalb überarbeitet und geändert werden.

Ein entsprechender Beschluss ist während der jüngsten Zusammenkunft bei zwei Gegenstimmen gefasst worden. Der gebeutelte Verein müsse „zukunftsorientiert“ aufgestellt werden, betont Komnick, der vor einigen Jahren schon einmal das Zepter im tangerstädtischen Verein führte. Vor Kurzem hatte sich sogar die Existenzfrage für die organisierte Kaninchenzucht gestellt (die AZ berichtete).

Mag der Verein auch erst einmal das Gröbste überstanden haben, plagen doch auch die Züchter in Tangerhütte und Umgebung nach wie vor Sorgen. RHD 2, eine Viruserkrankung, habe vergangenes Jahr bundesweit für hohe Verluste bei Kaninchen gesorgt. „Auch in diesem Jahr ist eine Impfung gegen die RHD 2 für die Landesschau im Dezember Pflicht, aber auch zum Schutz des eigenen Bestandes anzuraten“, unterstreicht Komnick. Mit steigenden Temperaturen erhöhe sich auch wieder das Risiko einer Ausbreitung des Virus. Voraussichtlich am 26. Mai werden circa 100 Kaninchen des Tangerhütter Vereins durch einen vom Landesverband beauftragten Tierarzt gegen RHD 2 und Myxomatose, eine weitere Viruserkrankung, geimpft.

Eine Tierbesprechung, bei der Zuchtfreund Uwe Bruns einen Deutschen Kleinwidder grau vorstellte, stand an diesem Abend ebenfalls auf dem Programm. Das ausgewählte Kaninchen ist mit 96 Punkten bewertet worden. Und: Vereinsmitglied Wilfried Hannemann erhielt zu seinem 75. Geburtstag ein Präsent. Die nächste Zusammenkunft der Züchter ist laut Komnick für den 19. Mai geplant. Los geht es um 19 Uhr im „Löns-Eck“. Eine für Mai vorgesehene Stallschau ist aus Termingründen auf Juli verschoben worden.

Von Marco Hertzfeld

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