Vereinschef wünscht sich Rückenwind für Kreisschau

Kamern beflügelt Kaninchenzüchter in Tangerhütte

Briester Peter Komnick hält ein Kaninchen der Rasse Roter Neuseeländer in Armen.
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Vereinschef Peter Komnick stellt Preisrichtern regelmäßig Rote Neuseeländer vor. Der Briester züchtet seit mehr als vier Jahrzehnten diese Kaninchenrasse. Zudem hat er sich dem Rassegeflügel verschrieben, nicht zuletzt dem Sussex-Huhn.
  • Marco Hertzfeld
    VonMarco Hertzfeld
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Tangerhüttes Kaninchenzüchter fühlen sich beflügelt. Für die eigene Kreisschau 2021 wünschen sie sich Rückenwind, wie ihn die Organisatoren einer Ausstellung in Kamern gehabt haben.

Tangerhütte – Tangerhütter Kleintierzüchter sind preisgekrönt von der renommierten Havellandschau zurückgekehrt und richten nun selbst eine größere Veranstaltung aus. Angetan ist Vereinsvorsitzender Peter Komnick noch immer von der Unterstützung, welche ihre Zuchtfreunde aus Kamern erhalten hätten. Schon allein die Worte einer Repräsentantin der Gemeinde konnten auch angereiste Zuchtfreunde regelrecht beflügeln. „Es wurde vom Stellenwert der Vereine gesprochen, wie wichtig diese doch für das Gemeinwesen sind und dass sie ein Aushängeschild jeder Gemeinde wären.“ Geholfen haben sollen Politik und Verwaltung, ja die Allgemeinheit, auch bei ganz praktischen Dingen wie dem Transport und dem Aufbau der Schaukäfige. Einen ähnlichen Rückenwind wünscht sich Komnick für die offene Kreisschau am 6. und 7. November in der Tangerstadt.

Fell und Feder in Rampenlicht

Der Rassekaninchenzüchterverein G 262 kämpft immer wieder einmal ums Überleben, zuletzt schlug der Vorsitzende vor fast auf den Monat genau einem Jahr Alarm. Es fehlten die Mitglieder und Komnick, Jahrgang 1961, fühlte sich mit vielem alleingelassen. Eine Auflösung ist momentan kein Thema. „Wir haben in der Zwischenzeit zwei neue Mitglieder dazu bekommen, es ist Bewegung drin und wir schauen einigermaßen positiv in die Zukunft.“ Und dennoch: Mit gerade einmal sechs Mitgliedern scheint der Verein nach wie vor nicht übermäßig stark aufgestellt. Und das ist auch dem passionierten Züchter aus der Südaltmark klar. „Wir sind auf Hilfe der Stadt, anderer Vereine und der Bürger ein Stück weit angewiesen“, redet der Vereinschef gegenüber der AZ Klartext. Die Tangerhütter rechnen mit mehr als 300 Tieren, vor allem Kaninchen und dazu allerhand Geflügel.

Treffen am Freitag für den November

Komnick züchtete schon als 17-Jähriger Rote Neuseeländer, er ist der Rasse treu geblieben. Von der Havellandschau in Kamern vor wenigen Tagen brachte er einen Ehrenpreis mit. Zuchtfreund Andreas Beyer durfte sich für seine Blaugrauen Wiener sogar über einen Landesverbandsehrenpreis freuen. Der Vereinsvorsitzende sieht Tangerhütte fachlich gut gerüstet. „Die Erfolge sind da. Wir müssen uns einfach breiter aufstellen und spürbar mehr Mitglieder gewinnen.“ Die offene Kreisschau für Kaninchen und Geflügel in der Reithalle Welzin an der Schönwalder Chaussee könnte auch eine Bühne für das Zuchtwesen an sich und Werbetrommel für den kleinen Verein sein. Wer es nicht weiß: Der Zuchtverein in Tangerhütte ist 1908 aus der Taufe gehoben worden, ein Stück Lokalgeschichte. Komnick und Mitstreiter wollen noch einige Kapitel schreiben.

Komnick: Beistand aus Stadt wichtig

Zur Kreisschau gehören Tierverkauf und gastronomische Versorgung. Die aktuellen Coronaspielregeln sind zu beachten. Geöffnet ist die Halle für Besucher am Sonnabend, 6. November, von 9 bis 18 Uhr, und am Sonntag, 7. November, zwischen 10 und 13 Uhr. Für letzte Absprachen kommen die Zuchtfreunde am Freitag, 22. Oktober, um 17 Uhr im griechischen Restaurant Artemis zusammen. Schon an diesem Abend sind Unterstützer willkommen. Der Verein richte nicht zum ersten Mal eine Kreisschau aus. „Doch wir benötigen einfach Helfer, Menschen, die uns den Rücken stärken, wir setzen auf Rat und Tat von der Stadt und aus der Bevölkerung allgemein“, bekräftigt Komnick noch einmal. „Ein Verein wie der unsrige, aber auch all die anderen Vereine, sind wichtig für eine Stadt.“ Ohne sie, da ist sich der Züchter von Kaninchen und auch Geflügel sicher, fehlte die Bindung.

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