Gottesdienst mit Allerlei zum Aberglaube / Jam-Session zum Mitmachen kommt gut an

Jugendliche rocken in der Kirche

Der Gemeindepädagoge aus Werben, Jan Foit (M.), setzt während des Jugendgottesdienstes in der Tangerhütter Kirche ein Zeichen gegen den Aberglauben. Jeder entzündete ein Teelicht auf der umgekippten Klappleiter. Foto: Maatz

Tangerhütte. Die Kirche geht mit der Zeit. Notebooks und Beamer gehören heute genauso zur Kirche wie Altar und Bibel. Der Jugendgottesdienst am Freitag, dem 13.

, stand ganz im Zeichen des Aberglaubens, denn wer geht schon gern unter einer Leiter durch und wie viele haben einen Glücksbringer, wie ein gepresstes vierblättriges Kleeblatt? Wer glaubt nicht daran, dass es Glück bringt, einen Schornsteinfeger zu berühren oder dass eine schwarze Katze Unglück bringt, wenn sie die Straßenseite von links nach rechts überquert? Viele Hotels haben kein Zimmer Nummer 13 oder gar eine 13. Etage.

Auch der ordinierte Gemeindepädagoge Jan Foit aus Werben, der die Leitung des Jugendgottesdienstes übernahm, hielt in der Jugendzeit am Aberglauben fest. So konnte er zum Beispiel nur Fußball spielen, wenn sein Trikot eine ungerade Nummer auf dem Rücken hatte. Foit versucht sein Leben mit Gott zu leben und kam zu der Erkenntnis, dass Freitag, der 13., ein ganz besonderer Tag ist und diesen Tag zu seinem absoluten Glückstag auserkoren.

Insgesamt 13 Lieder wurden an jenem Abend von den Kindern und Jugendlichen gesungen und mit Schlagzeug, Akustikgitarre, E-Gitarre und Keyboard begleitet. Die anwesenden Gemeindemitglieder jeden Alters sangen mit, denn die Texte wurden per Beamer an die Leinwand geworfen. Der zehnjährige Luca Przyluski begleitete die Band am Schlagzeug. Er spielt seit zwei Jahren und besucht regelmäßig die Christenlehre der Kirche Tangerhütte.

Während des Jugendgottesdienstes diente eine alte Stehleiter als Requisite. Die Gemeindemitglieder sollten auf vorgefertigten Zetteln aufschreiben, was für Freitag, den 13., typischer Aberglauben, Glücks- oder Unglücksbringer sind und ihre Zettel an der Leiter befestigen. Foit legte diese um, stellte ein großes Holzkreuz auf. Diese Aktion sollte dem Aberglauben eine Abfuhr erteilen. Im Anschluss daran entzündeten alle ein Teelicht auf der Leiter.

Anschließend gab es eine offene Jam-Session für alle Musikbegeisterten und jeder hatte seinen Spaß dabei. Danach ging es ins Gemeindehaus zum gemeinsamen Essen. In gemütlicher Runde ließen alle den Abend ausklingen.

Die Jugendlichen bedankten sich an jenem Abend auch mit dem Jugenddankopfer für die Annehmlichkeiten, die es in den Industriestaaten gibt und möchte damit Gleichaltrigen, denen es schlechter geht, helfen und unterstützen. Mehr Informationen gibt es in der Kirchengemeinde oder im Internet unter http://www.ejbo.de/jdo.

Von Maren Maatz

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare