Einheitsgemeinde Stadt Tangerhütte bietet vier Plätze im Hort der Griebener Grundschule an

Integrativkinder sind willkommen

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Tyler (Mitte) ist einer von drei Jungs, die im Griebener Grundschulhort integrativ betreut werden. Heilerziehungspflegerin Steffi Piorr (2.v.l.) kümmert sich nicht nur um sie, sondern gemeinsam mit ihren Kolleginnen um die Bedürfnisse aller Kinder.

Grieben. Rick, Jan und Tyler haben sich gut eingelebt im Hort der Griebener Grundschule.

Die drei wurden von den Hortkindern wie selbstverständlich angenommen und gemeinsame Unternehmungen, wie zum Beispiel die montags stattfindende NABU-Arbeitsgruppe oder gemeinsames Spielen, fördern die Integration.

Sie sind Kinder, die einen sonderpädagogischen Förderbedarf haben und nachmittags nun dort integrativ betreut werden. Nötig wurde dies, weil die Eltern der Kinder aufgrund ihrer Arbeit Bedarf für eine Nachmittags- und Ferienbetreuung angemeldet hatten. Denn die Förderschulen bieten dies nur unzureichend an.

Eigens für die Kinder hat die Verwaltung der Einheitsgemeinde Stadt Tangerhütte die Kapazitäten geprüft und in der Griebener Grundschule vier integrative Plätze zur Verfügung stellen können, wovon nun drei besetzt sind. Steffi Piorr ist Heilerziehungspflegerin und die neue Kollegin, die das Team von Kita- und Hortleiterin Heike Langner nun mit unterstützt. „Wir sind jetzt drei Kollegen. Diesen Luxus hatten wir noch nie“, erklärte Langner.

Gemeinsam mit Jutta Hein und Sandra Holzheuer betreut Piorr nun die 36 Hortkinder.

Einen Raum, der auch in kurzer Zeit gestrichen und einen neuen Fußbodenbelag bekommen hatte, hat der Hort für die Betreuung der Integrativkinder zusätzlich bekommen. „Das an den neuen Raum angrenzende Lehrerzimmer soll auch noch dazukommen“, sagte Langner, „dort wollen wir einen Therapie- und Ruheraum einrichten. Der kann dann aber von allen Kindern genutzt werden.“

Da durch die Öffnung der Einrichtung für integrative Kinder die Betriebserlaubnis erloschen ist und neu erteilt wurde, muss nun auch das Konzept für die Betreuung und Förderung der Kinder neu erarbeitet werden. Doch daran werde laut Heike Langner schon gearbeitet. „Wir müssen uns den Bedingungen der Kinder anpassen und es gibt auch Dinge, die wir uns einfach ausprobieren müssen. Wichtig ist uns, dass die Kinder mitbestimmen können“, sagte die Hortleiterin.

Von Maren Maatz

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