Campingplatz und Tipi-Dorf Bertingen ist ein Besuchermagnet

Indianer mit Holz-Trabi unterwegs

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Bei den jungen Gästen besonders beliebt: Ein Holz-Trabi.

Bertingen – Was zunächst wie Kriegsgeschrei durch die Wälder klingt, stellt sich bald als Kinderlachen heraus. „Wen das stört, der ist bei uns fehl am Platz“, sagt Häuptling „Weißer Stern“.

Gemeinsam mit seinen Söhnen Jonathan und Sebastian hat sich Gerhard Müller in der südlichen Altmark seinen Lebenstraum erfüllt und ein kleines Prärie-Paradies erschaffen.

Häuptling „Weißer Stern“, alias Gerhard Müller, und Sohn Jonathan halten zusammen.

Im Jahr 1996 war der frühere Steiger im Bergbau gemeinsam mit Ehefrau Barbara aus dem Ruhrgebiet in die Heimat seines Großvaters gekommen, um ein neues, ungezwungenes Leben zu führen. Auf einer zehn Hektar großen Ackerfläche baute er sein Tipi-Dorf auf. Im Jahr 2014 übernahmen die Söhne das Geschäft, doch „Weißer Stern“ bleibt für die Besucher der Häuptling auf dem Platz.

Ein kurzer Blick unter die Motorhaube, ob denn auch alles richtig läuft. 

Ein Unikum und die neueste Attraktion ist der „Hölzerne Büffel“. In dem handgefertigten Gefährt auf einem Trabi-Gestell mit original Zweitakt-Motor, lassen sich besonders die jüngsten Gäste gern über das zehn Hektar große Gelände kutschieren.

Rund 10.000 Übernachtungen werden jährlich gezählt. Familien mit Kindern, Biker und Schulklassen schätzen die besondere Atmosphäre. Das Tipi-Dorf bietet nicht nur Schlafplätze in traditionellen Indianer-Zelten. Etwas komfortabler lässt es sich in Holz-Tipis wohnen. Auch Camper können sich entfalten.

Wer nicht selbst am Lagerfeuer seine Büchse Bohnen aufwärmen möchte, kann im Restaurant „Zum Indianer“ auch Indianisches, wie Bisonfleisch, genießen. Echter Indianer-Honig wird von Bienenvölkern des Biobauern Christian Warnke aus Cobbel produziert. Zum naturnahen Konzept gehört ein blühendes Pflanzenlabyrinth, in dem die fleißigen Tiere reichlich Futter finden.

VON CHRISTIAN WOHLT

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