Wildpark Weißewarte

Gegenseitige Vorwürfe

Zwei ältere Frauen stehen am Zaun eines Freigeheges und locken einen Strauß an.
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Mit viel Liebe und Herzblut entwickeln Freunde und Förderer aus verschiedenen Vereinen und Institutionen den Wildpark in den vergangenen Jahren zu einem bliebten Reiseziel. Die Besucher loben vor allem die Vielfalt der Tiere.
  • Christian Wohlt
    VonChristian Wohlt
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Zur Situation um den Wildpark Weißewarte meldet sich nun ein direkt Beteiligter zu Wort und schildert seine Sicht der Dinge. „Aus Sicht des Fördervereins gibt es mit dem Betreiberverein keine vom Förderverein ausgehenden Streitigkeiten“, teilt Vorsitzender Michael Grupe in einer Erklärung mit.

Weißewarte – Führende Mitglieder des Fördervereins seien Gründungsmitglieder des Betreibervereins gewesen und hätten diesem „das Laufen beigebracht.“ Im September 2020 sei dann die Trennung beider Vereine vollzogen worden und so habe der Betreiberverein die alleinige Verantwortung für den Betrieb des Parkes übernommen. Der Förderverein habe sich auf Maßnahmen zur Verbesserung der Tierbetreuung, der Bedingungen für die Besucher und der finanziellen Grundlagen des Parkes konzentriert. „Das war zunächst sehr erfolgreich“, so Grupe.

Michael Grupe ist Vorsitzender des Wildpark-Fördervereins. Er macht sich weiter stark für den Erhalt der beliebten Anlage, will aber einige Vorwürfe des separaten Betreiber-Vereins nicht auf sich sitzen lassen.

Als Beispiele nennt er Arbeitseinsätze, die Reparatur der Parkeisenbahn, neue Türen und Fenster für den Imbiss, die Schaffung von offenem W-Lan, den Kauf neuer Autoscooter, Futtermittelbereitstellung und diverse Veranstaltungen. Seit Mitte dieses Jahres sei damit Schluss gewesen. Ohne den Betreffenden, Fred Stoike, beim Namen zu nennen, teilt Grupe heftig aus: Der Vorsitzende des Betreibervereins, der zunächst auch als Mitglied des Fördervereins allen Maßnahmen zugestimmt hatte, habe „dann jegliche Unterstützung abgelehnt und sogar bereits vorbereitete Veranstaltungen willkürlich und in letzter Minute abgesagt.“ Gleiches gelte für weitere technische Verbesserungen im Park wie den Bau eines neuen Tiergeheges, Pflasterarbeiten und die Anschaffung einer Registrierkasse. Dadurch seien laut Grupe dem Wildpark viele tausend Euro verloren gegangen.

Die Parkeisenbahn ist eine der Attraktionen im Wildpark. Mit viel Liebe zum Detail wird sie betriebsfähig erhalten.

Trotz allem habe der Förderverein in seiner jüngsten Sitzung wieder die Bereitstellung von 27 000 Euro für den Wildpark beschlossen, so der Vorsitzende. Es werde von Besuchern immer wieder festgestellt, dass sich die Bedingungen im Wildpark spürbar verbessert hätten und sie sich besonders mit Kindern gern dort aufhalten. „Dafür verantwortlich sind die Mitglieder des Betreibervereins, die engagierten Mitarbeiter des Wildparks und vor allem auch die Mitglieder des Fördervereins“, so Grupe, der sich bei allen für das Engagement bedankt. „Wir werden nicht aufgeben und uns auch weiter für den Wildpark einsetzen“, verspricht der Fördervereinschef.

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