Neues Modell

Weg für Wildpark-Zukunft in Weißewarte frei

Ein verschlossenes Metallgitter-Tor neben einem Holzhaus.
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Der Auftrag aus der Bevölkerung an die Politik ist eindeutig: Die Menschen wollen schnellstmöglich wieder „ihren“ Wildpark besuchen dürfen.
  • Christian Wohlt
    VonChristian Wohlt
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Der nächste Schritt in eine gesicherte Zukunft des Wildparks Weißewarte ist getan: Der Stadtrat der Einheitsgemeinde Tangerhütte beschloss auf seiner Sondersitzung am Montagabend die Gründung einer gemeinnützigen GmbH. Dieses Betreibermodel war von der Verwaltung bereits Anfang des Monats vorgeschlagen worden.

Wer beobachtet hier wen und gelingt die zeitnahe Wieder-Eröffnung des Wildparks Weißewarte?

Tangerhütte/Weißewarte – Einige Stadträte hatten jedoch Bedenken, ob dies das beste Modell ist und als Gegenvorschlag die Gründung einer Anstalt öffentlichen Rechts ins Spiel gebracht. Vor- und Nachteile beider Varianten sollten noch einmal steuerlich und verwaltungsrechtlich geprüft werden, so der Auftrag an Bürgermeister Andreas Brohm (parteilos). Der konnte nun eine deutliche Mehrheit überzeugen. Das Ergebnis fiel mit 14 Ja- und zwei Neinstimmen bei vier Enthaltungen zwar deutlich aus, von einigen Stadträten wurden allerdings Befürchtungen laut, dass sich die Einheitsgemeinde mit dieser Aufgabe übernehmen könnte. In jedem Fall drängt nun die Zeit, denn die neue Gesellschaft soll (eigentlich) bereits zum 1. Februar 2022 ihre Arbeit aufnehmen. Ob das zu schaffen ist, würden die kommenden Tage zeigen, so Stadtoberhaupt Brohm. Denn zuvor müssen der Gesellschaftervertrag abgeschlossen und die Gemeinnützigkeit bestätigt werden. Notfalls müsse die bisherige Übergangslösung verlängert werden. Vorübergehend wird die Anlage, die seit vier Wochen geschlossen ist, vom Förderverein betrieben. Ziel sei es, möglichst kurzfristig wieder zu öffnen.

Der Wildpark war wegen gravierender Verstöße gegen das Tierwohl behördlich geschlossen worden. Derzeit wird eine lange Mängelliste abgearbeitet, damit die Anlage möglichst schnell wieder öffnen darf.

Derzeit seien die Mitarbeiter im Park damit beschäftigt, die Auflagen abzuarbeiten, die der Landkreis für den weiteren Betrieb erteilt habe. Darüber hinaus werde Personal für die künftige Struktur gesucht. Bewerbungen, auch mit der geforderten Fachkompetenz, seien bereits eingegangen. Die bisherigen Beschäftigten könnten weitermachen. Trotz des großen Zeitdrucks und aller Schwierigkeiten ist der Bürgermeister optimistisch, dass es gelingt, den Wildpark zukunftsfest und kostendeckend aufzustellen. Laut Brohm koste der Betrieb der Anlage rund 25 000 Euro monatlich, die natürlich auch erwirtschaftet werden müssen.

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