Arbeitseinsatz des Tangerhütter Heimatvereins im Neuen Schloss

Frische Farbe fürs Erwachen

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Auch die großen Eingangstore zum Schlossvorhof haben eine Sanierung nötig.

Tangerhütte. Arbeitseinsatz für das Neue Schloss im Stadtpark. Mitglieder des Heimatvereins und weitere engagierte Tangerhütter werkelten nun im ehrwürdigen Gemäuer, um den Fenstern des kleinen Saales und den Wänden des Wintergartens einen neuen Anstrich zu verpassen.

Seit vielen Jahren hatten die keine Farbe mehr gesehen, und so wirkt das frische lindgrün wie Verjüngungskur.

Im denkmalgeschützten Haus hatte die entsprechende Behörde bei der Auswahl des Tones ein wichtiges Wörtchen mitzureden, erklärt Fritz Ditberner. Finanziert wurde das Material durch Spenden aus dem Ort. Beide Räume sind nicht nur als Kulisse für Ausstellungen und Konzerte, sondern auch als Hochzeitszimmer sehr beliebt.

Kurt Windelband verpasst den Fenstern einen neuen Anstrich.

Anlass für den „Subbotnik“ war der Saisonstart im Stadtpark am kommenden Wochenende. Zum Tag der Industriekultur gibt es am Sonntag, 23. April, das Frühlingserwachen mit Parkspaziergang und das erste Konzert des Jahres mit Philipp Hanke im Gartentraum (jeweils 15 Uhr). Von 14–bis 17 wird wieder zum Bürgercafé geladen und der Verein „Aus einem Guss“ stellt sein Projekt 175 Jahre Eisengießerei Tangerhütte vor (14.30 Uhr im Festsaal).

Die Wände des Wintergartens verschönert Fritz Ditberner. Die Wände in dem Schloss werden stets in den historisch korrekten Farben gestrichen.

Weitere Erhaltungsarbeiten im Kaminzimmer und der Bibliothek sollen möglichst noch in diesem Jahr durch Fachleute erledigt werden, berichtet Erhard Scholz. Außerdem will der Verein, ebenfalls aus Spendenmitteln, möglichst bald die großen Tore zum Vorhof des Schlosses auffrischen lassen. Das hake allerdings daran, dass der Spezial-Handwerker, der den Auftrag ausführen soll, auf lange Zeit im Voraus ausgebucht ist.

Traditionell legen die Mitglieder des Heimatvereins im Frühjahr Hand an, um das Wichtigste im Neuen Schloss in Schuss zu bringen. So haben sie in den vergangenen Jahren die Remise des Hauses für das Bürgercafé hergerichtet und auch andere Räumen auf Vordermann gebracht. Trotzdem bleibt ein enormer Sanierungsbedarf für die frühere Fabrikantenvilla. Die größte Sorge bereite nach wie vor das Dach.

Von Christian Wohlt

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