Kulturausschuss auf Tour: Grundschule Uetz bereitet Sorgen

Fortschritte und Defizite

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Die Mitglieder des Kulturausschusses Tangerhütte sahen sich am Montagabend unter anderem die Kindertagesstätte in Cobbel an.

Cobbel/Uetz. Nicht nur reden, sondern wissen, was los ist, so könnte das Motto des Ausschusses für Soziales, Bildung und Kultur lauten.

Bereits seit mehreren Monaten besuchen die Mitglieder Kindereinrichtungen, Schulen und Freizeitstätten in der Einheitsgemeinde Tangerhütte, um sich vor Ort ein Bild zu machen. Am Montag trafen sich die Mitglieder in der Kindertagesstätte „Sonnenkäfer“ in Cobbel und der Grundschule Uetz. „Wir wollen uns anschauen, was in den Einrichtungen bereits an Sanierungsarbeiten geleistet wurde und wo es noch Bedarf gibt“, so der Ausschussvorsitzende Daniel Wegener (CDU). Im direkten Gespräch mit den Verantwortlichen ließe sich oft auf kurzem Dienstweg das ein oder andere Problem ansprechen, so Wegener weiter. Mit der Schulleiterin der Uetzer Grundschule, Andrea Herrmann, konnte er so vereinbaren, dass die dringend benötigten Tafeln aus dem Reservoir anderer Schulen schnell zu beschaffen seien. Auch drei neue Schränke sollen organisiert werden, ebenso wie ein neuer Fußbodenbelag im Erdgeschoss der kleinen Grundschule.

„Große Anschaffungen wird es ja hier nicht mehr geben“, so Dieter Pasiciel (WG Altmark-Elbe) im Gespräch mit der AZ. Seit knapp zehn Jahren laufe der Schulbetrieb nur noch mit Sondergenehmigung. Auf Dauer könne die Situation nicht gehalten werden. Sechs Kinder würden in diesem Jahr neu eingeschult, erklärte Barbara Stutzer von der Stadtverwaltung auf Nachfrage der AZ. Damit könne der Schulbetrieb noch gut ein Jahr weiterlaufen, da die notwendige Schülerzahl von 40 erreicht werde. Was aber im nächsten Jahr sein werde, müsse man abwarten. Derzeit besuchen lediglich 51 Schüler die Grundschule Uetz.

Mit Auslastungsproblemen hat die Kindereinrichtung in Cobbel nicht zu kämpfen. Hier erhitzt eine ganz andere Situation die Gemüter, nämlich das Unverständnis darüber, „dass vor der Einrichtung die Tempo-30-Zone aufgehoben wurde“, so Einrichtungsleiterin Conny Helmeke. „Der Elternparkplatz ist auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Die Eltern und die Kinder müssen also täglich die Straße überqueren. Welchen Sinn hat es, gerade hier das Tempolimit aufzuheben?“ Eine Antwort konnte der Leiterin der Kindertagesstätte nicht gegeben werden, dennoch werde man sich umgehend mit dieser Problematik befassen, versprach Wegener. Ansonsten sei man mit dem Betrieb der Kindertagesstätte sehr zufrieden, so Helmeke. Die Einrichtung sei sehr gut ausgelastet. Derzeit besuchen 37 Knirpse die Kita, im Sommer würden drei Weitere dazukommen. Damit wäre die Kapazität voll ausgeschöpft.

Von Tanja Andrys

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