Weitere Anträge können kommen / Aufatmen nach Verlängerung

Fluthilfe: 60 Prozent bewilligt

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Ein ungewöhnlicher Posten in der bewilligten Maßnahmen zur Fluthilfe ist die Ortsdurchfahrt Klein Schwarzlosen. Hier war nichts überschwemmt, aber schwere Einsatzfahrzeuge haben die alte Straße geschädigt. Sie wurde neu gebaut.

Tangerhütte. 60 Prozent der Fluthilfe-Anträge des Landes Sachsen-Anhalt sind bearbeitet und beschieden worden. Das erklärt das Landesverwaltungsamt. Und die Arbeit in dem Landesamt ist noch lange nicht vorbei: Noch 330 weitere Anträge werden erwartet.

In Tangerhütte – der Kommune, die im Landkreis Standal am meisten unter dem Hochwasser gelitten hat – werden derweil Aufträge vergeben, um die Schäden weiter auszubessern.

Etwa zwei Millionen Euro, so eine aktuelle Schätzung, wird demnach in Weißewarte für Straßenbau und Ingenieursleistungen insgesamt vergeben. Die Leistungen werden zu 100 Prozent übernommen, bei dem aktuellen Antrag steht noch eine Bewilligung für einen Teilbetrag aus.

In Magdeburg erfreut man sich des aktuellen Stands von 60 Prozent der Anträge, die bewilligt wurden. 1277 Fluthilfebescheide waren das, im Wert von rund 206 Millionen Euro verbunden. „Damit liegen wir gut in der Zeit. Allerdings erwarten wir noch rund 330 Anträge“, erklärte der Präsident des Landesverwaltungsamtes, Thomas Pleye.

Dabei machen manche der Maßnahmen auf den ersten Blick keinen rechten Sinn: Etwa eine Million Euro wurde ausgegeben für die Ortsdurchfahrt Klein Schwarzlosen. Die Fahrbahn dort ist neu, sieht gut aus und wurde aus der Fluthilfe bezahlt. Nur: Klein Schwarzlosen liegt relativ hoch und hatte keinen direkten Flutschaden. [...]

Von Kai Hasse

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