Die Faszination der Sonne

Bennet Kaul (11) steht voll und ganz hinter der Solartechnik. Zusammen mit seinem Bruder hat er sogar eine eigene Anlage auf dem elterlichen Dach. Fotos (2): Postolache

Grieben - Von Alexander Postolache. Amtlich heißen sie alle Kaul mit Nachnamen. Und trotzdem können sie sich auch als „Solar-Familie“ bezeichnen. Zur „Woche der Sonne“ geht es nach Berlin. Dort startet am 1. Mai eine bundesweite Kampagne für Solarenergie, sei es für Strom oder auch Wärme.

Aaron ist 14 Jahre alt. Sein Bruder Bennet zählt 11 Lenze. Beide brennen für den Sport. Doch ist dieses Feld nicht ihr einziges Interesse mit dem sie auf sich aufmerksam machen. Vertreiben sich andere Jungs in ihrem Alter mehr die Zeit vor dem Computer, sind es Solarzellen, die die zwei Griebener faszinieren. Mit dieser Faszination wollte ihre Familie, zu der Papa Ingo und Mutter Kirsten gehören, bei der Bewerbung zur Aktion des Bundesverbandes Solarwirtschaft „Woche der Sonne“ punkten – und hat dies auch geschafft.

Vom 1. bis 9. Mai informiert die „Woche der Sonne“, Deutschlands größte Solarkampagne, bundesweit über die Vorteile der solaren Strom- und Wärmeerzeugung und den Ausbau der Solarenergie im privaten und kommunalen Bereich. Auch Familie Kaul wird ein Teil dieser Kampagne sein, nach Berlin reisen, um dort mit einem mannshohen Häuserrahmen aus Styropor die Region sowie Firmen, Einrichtungen und Privatpersonen zu präsentieren, die sich für diese Form der Energiegewinnung einsetzen.

Die Aktion gibt es bereits seit 2007. In jenem Jahr kamen auch die ersten Module auf das Dach der Familie Kaul in Grieben. Beworben haben sie sich aber erst in diesem Jahr. Kein Zufall: Ingo Kaul hat nicht gerade wenig im beruflichen Sinne mit Energie zu tun, ist er doch Elektromeister. Insgesamt 20 Kilowatt würde die Anlage bringen, die sich aus den Modulen auf den Dächern der Gebäude und einem besonderen Objekt gewinnen. Letzteres ist ein so genannter Solar-Tracker, der dem Stand der Sonne automatisch sensorgesteuert folgt. Der gewonnene Strom geht ins öffentliche Netz.

„Wir wollen als Familie einen Beitrag zum Klimaschutz leisten“, so Kirsten Kaul. Die natürliche Umgebung mit Wald, Fluss und Wiesen rund um Grieben, in der ihre Söhne aufwachsen, soll auch künftig erhalten bleiben – ein weiteres Argument zur Bewerbung. In Berlin will die Familie das Land Sachsen-Anhalt repräsentieren. Über das Projekt wollen sie auch am Sonntag, 25. April, ein wenig informieren. In Grieben finden an diesem Tag auch Aktionen zum überregionalen „Elberadeltag“ statt. Und auch das Styroporhaus soll dabei schon einmal gezeigt und vielleicht noch der eine oder andere solarenergiefreundliche Partner gewonnen werden.

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