Verbindung unter Shanty-Klängen feierlich wiedereröffnet

Fähre Ferchland-Grieben setzt als „Linie 770“ ab sofort wieder über die Elbe

Landrat Patrick Puhlmann (v.l.), NJL-Geschäftsführer Thomas Schlüter, Prokuristin Daniela Kramper und Landrat Dr. Steffen Burchardt auf der Fähre Ferchland-Grieben.
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Standen Rede und Antwort: Landrat Patrick Puhlmann (v.l.), NJL-Geschäftsführer Thomas Schlüter, Prokuristin Daniela Kramper und Landrat Dr. Steffen Burchardt.
  • VonGünther Krach
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Die Fähre Ferchland-Grieben kann nach einiger Wartezeit wieder übersetzen. NJL-Geschäftsführer Thomas Schlüter hofft auf eine lange Zukunft dieser Verbindung.

Ferchland / Grieben – Nach mehr als einem Jahr Unterbrechung ist am Dienstag wie geplant die Fährverbindung über die Elbe zwischen Ferchland und Grieben wieder aufgenommen worden. Dazu hatten sich am östlichen Ufer, also in Ferchland, neben den Beteiligten an der Wiederaufnahme der Fährverbindung auch etliche Gäste eingefunden, um diesen Erfolg zu feiern. Ab heute verkehrt die Fähre – als Linie 770 – dann täglich, werktags sogar von 6 bis 20 Uhr.

Unter den Gästen waren die Partner, die die Fährverbindung finanziell absichern – die Landräte aus Stendal und dem Jerichower Land sowie die Bürgermeister aus Tangermünde, Tangerhütte, Jerichow, Grieben, Ferchland/Parey und natürlich die Nahverkehrsgesellschaft Jerichower Land (NJL), die jetzt mit mehreren frisch ausgebildeten Fährmännern, ehemaligen Busfahrern, den Fährbetrieb garantiert. Bei der Begrüßung der Gäste durch Thomas Schlüter, Geschäftsführer der NJL, kam sogar die Sonne hinter den Wolken hervor, was den Tag noch erfreulicher erscheinen ließ.

Als der extra angereiste Shantychor aus Gerwisch sang: „Das kann doch einen Seemann nicht erschüttern…“ war der Auftakt perfekt. Inzwischen hatte die Fähre auch die Gäste, die an der westlichen Seite der Elbe standen, also in Grieben, an den Ort der Feierlichkeiten geholt, die von den bereits Anwesenden mit Beifall begrüßt wurden. Unter den Ankommenden war auch die Bürgermeisterin von Grieben, Rita Platte, und der Stadtratsvorsitzende von Tangerhütte, Werner Jakob, die sogar Blumen, Landfrüchte beziehungsweise Kleingeld für die Fährmänner dabei hatten.

Thomas Schlüter wusste sogar, dass es an dieser Stelle schon 1722 eine Fährverbindung gab, die nun „wieder 300 Jahre fahren soll“, sagte er. Landrat Dr. Steffen Burchardt schaute noch einmal zurück auf die teils schwierige, aber letztlich erfolgreiche Zeit des Verhandelns mit allen Partnern, war nun aber stolz auf das Erreichte. Landrat Patrick Puhlmann schloss sich diesen Worten an, erinnerte auch an die lange Suche nach einer Lösung, die jetzt aber gemeinsam gelungen ist, „wozu auch das Verkehrsministerium beigetragen hat“, erinnerte er. Sein besonderer Dank ging aber an die NJL, „ohne die alles nicht möglich gewesen wäre“, schloss er.

Auch Ortsbürgermeisterin Rita Platte aus Grieben war dankbar und stolz für die gefundene Lösung und hatte sogar T-Shirts mit der Aufschrift Fähre Grieben-Ferchland für die „Macher“ dabei. Sie überreichte zudem ländliche Produkte an die Fährmänner. Mehrere Fahrten zwischen den Anlegestellen, bei denen Fragen an Schlüter und die Fährleute gestellt werden konnten, beendeten den offiziellen Teil der Festveranstaltung. Bis in den Nachmittag hinein unterhielt der Shantychor noch die Gäste und bei einem Gewinnspiel wurden weitere T-Shirts vergeben.

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