Ergänzen, nicht ändern

Cobbel - Von Alexander Postolache. Nicht umsonst soll die Mühe gewesen sein, der Flächennutzungsplan von Cobbel genutzt werden.

„Die Arbeit soll nicht umsonst gewesen sein.“ Das war bereits bei der Versammlung des amtierenden Stadtrates am 13. Juli der Grundtenor unter den Mitgliedern. Dabei geht es um den Flächennutzungsplan der ehemaligen Gemeinde Cobbel, der am 28. Mai 2010 kurz vor der Fertigstellung gestanden habe. Während der jüngsten Zusammenkunft am Dienstagabend wurde noch einmal über dieses Verfahren diskutiert. Auf der Tagesordnung des öffentlichen Teils fand sich der Beschluss wieder, den Flächennutzungsplan der Einheitsgemeinde Stadt Tangerhütte um den fertiggestellten Plan aus Cobbel „zu ergänzen und zu ändern“.

Ergänzungen zu bestehenden Plänen vorzunehmen war auch im Sinn von Rita Platte (Grieben). Allerdings war ihr die Formulierung der „Änderung“ ein Dorn im Auge. Aus ihrer Sicht würde eine Änderung des Flächennutzungsplanes der Einheitsgemeinde Stadt Tangerhütte gegen den Gemeindegebietsänderungsvertrag verstoßen, in welchem sich die Vertreter der 18 ehemaligen Gemeinden und der Stadt Tangerhütte auf den nun bestehenden Plan geeinigt hätten. Platte sprach sich des Weiteren dafür aus, die Flächennutzungspläne so zu erhalten, wie sie sie sind, ergänzt um den der Ortschaft Cobbel. „Es wird natürlich nichts geändert, was Bestand hat“, erklärte die amtierende Bürgermeisterin Birgit Schäfer. Ein künftig gewählter Stadtrat würde dazu nicht über die Belange auf dem Grund und Boden einer Ortschaft entscheiden, ohne den Rat dieses Ortes anzuhören, gab sie beschwichtigend hinzu. Rita Platte forderte eine bessere Formulierung. Die Mitglieder des amtierenden Stadtrates einigten sich daraufhin, die Klausel der „Änderung“ zu streichen, bestehende Pläne um den der Ortschaft Cobbel zu „ergänzen“.

Wie Birgit Schäfer die Stadtratsmitglieder informierte, stünde die Einheitsgemeinde mit dem Landesverwaltungsamt und dem Landkreis in Verhandlungen. Des Weiteren sei der Landkreis Stendal seit Mai für Ergänzungen zuständig. Letztendlich sei der Ortschaftsrat in Cobbel sehr daran interessiert, dass die Bemühungen nicht umsonst gewesen seien, wie auch Ortsbürgermeister Karl-Heinz Papenbroock bestätigte.

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