Elbe noch Gefahr für Demker

Das Trafohäuschen wurde weg vom Deich in die Ortsmitte von Elversdorf neben das Gemeinschaftshaus verlegt.

Demker - Von Alexander Postolache. 2006 handelte der Landkreis Stendal schnell, baute einen Deich für Elversdorf. In Sichtweite liegt Demker, noch immer ungeschützt.

Wasser in den Häusern. Das war 2002 der Fall, als das Elbwasser bis nach Demker kam. Falsche Karten hatten Demker 80 Meter höher angegeben, als es der Wirklichkeit entspricht. 2006 habe es fast die selbe Situation gegeben. Der Landkreis Stendal, in persona Heinz-Jürgen Twartz, habe über Nacht einen Deich bei Elversdorf errichten lassen, wie sich Petra Fischer, Ortsbürgermeisterin Demker, erinnert. Damals, vor über vier Jahren, sei das Versprechen gegeben worden, einen Deich auch für Demker zu errichten. Die Zeit ist vorbei. „Die Archäologen waren da, die Pläne für einen Deich sind angefertigt und die Grundstücke erworben“, so Fischer weiter. In Frühjahr 2010 sollte mit dem Bau angefangen werden. Doch nichts ist geschehen. Nur die Versprechen blieben.

„Von Seiten des Landwirtschaftsministers haben wir erfahren, dass Demker in der Prioritätenliste ganz weit oben stehe.“ Doch diese Liste würde erst für das Jahr 2011 gelten, vielleicht auch erst 2012 in die Gänge kommen.

Der Landkreis Stendal hätte vor den Toren von Elversdorf sicherlich keinen Deich gebaut, nicht investiert, wenn nicht „Gewissheit bestünde, dass Hochwasser den Ort bedroht“, wie sich die Ortsbürgermeisterin gegenüber der AZ ausdrückte. Der Landkreis bekam die eingesetzten Mittel 2006 nicht vom Land Sachsen-Anhalt erstattet.

„Wenn die Elbe bei Onkel Toms Hütte einen Stand von über 6,50 Metern erreicht, dann schwappt das Wasser über und kommt direkt auf Demker zu.

In Elversdorf seien die Bewohner nun geschützt. Auch das alte Trafohäuschen sei durch einen neuen Kasten am Gemeinschaftshaus ersetzt worden, da sonst bei Hochwasser der Strom abgestellt werden musste.

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