Neujahrsempfang des CDU-Stadtverbandes in Tangerhütte mit rund 20 Gästen

Eine geballte Polit-Prominenz

+
CDU-Ortvereinschef Werner Jacob (l.) und Stadtratsfraktionsvorsitzender Marcus Graubner begrüßten die Gäste.

Tangerhütte. Selten war so geballte Politikprominenz in Tangerhütte vereint. Vertreter des Europäischen Parlaments, des Bundestages, des Landtages, aus Kreis- und Kommunalpolitik gehörten am Freitagabend zu den rund 20 Gästen des Neujahrsempfangs der Tangerhütter CDU.

Ortsvorsitzender Werner Jacob und Stadtrats-Fraktionschef Marcus Graubner hatten dazu in die Gaststätte des Kulturhauses eingeladen.

Beide betonten in ihren Begrüßungsreden das Verbindende und Parteiübergreifende. Die CDU sei keiner Religion, aber dem christlichen Menschenbild verpflichtet, so Jacob. Im Mittelpunkt der Politik müsse der Bürger stehen, sagte Graubner. Im Dreiklang von Bürgermeister, SPD und CDU gehe es darum, Tangerhütte voran zu bringen. Er mahnte eine funktionierende Wirtschaftsförderung in der Einheitsgemeinde und eine stärkere Vernetzung von Kommunal- Landes- und Bundespolitik an.

Sven Schulze nahm sich die Koaltionspartner SPD und Grüne vor.

Der Ehrengast des Abends, Sven Schulze, Mitglied des Europäischen Parlaments, streichelte in seinem Grußwort die Seele der Parteibasis. Als mit 6700 Mitgliedern und 140 Ortsvereinen stärkste Partei im Land wolle sich die CDU den Problemen vor Ort widmen und „nicht nur auf Magdeburg schauen“, versprach der Generalsekretär des Landesverbandes. Die im kommenden Jahr anstehenden Kommunalwahlen bezeichnete er als wichtigste Wahlen im Land. Ziel sei es, in jeder Ortschaft dafür Kandidaten zu finden.

Rund 20 Gäste waren dabei. Unter ihnen Jörg Hinze (v.l.), Tangerhüttes Ortswehrleiter Heiko Steinig-Pinnecke, SPD-Ortsvereinschef Dennis Gruber, Bügermeister Andreas Brohm, Daniel Wegener.

Landespolitisch teilte Schulze gegen die Koalitionspartner SPD und Grüne aus. Es müsse erlaubt sein, „Themen die uns nicht gefallen, anzusprechen“, sagte er und bezog sich dabei auf den Streit um den Verein „Miteinander“, der es ablehnt, mit der AfD gemeinsam bei einer Veranstaltung in Magdeburg (Meile der Demokratie) zu demonstrieren sowie auf Auseinandersetzungen um ein alternatives Projekt in Halle. Kritische Worte zur AfD fielen nicht.

Den Sondierungen in Berlin sehe er optimistisch entgegen, so der Europa-Politiker. Wenn es aber nicht gelänge, mit der SPD eine Regierung zu bilden, sprach er sich für eine CDU-Minderheitsregierung aus. Es gelte, mit dem Wahlergebnis vernünftig umzugehen und nicht so lange zu wählen, bis irgendwann das Ergebnis stimmt.

Von Christian Wohlt

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.