Drei Jahre nach dem Dreh

Was wurde aus dem in Tangerhütte produzierten Film „Axel der Held“?

Diese Requisiten des Produktionsteams erinnern an einen Film, der 2014 in Tangerhütte und Umgebung gedreht wurde, den aber noch niemand gesehen hat. Fotos (2): Klos
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Diese Requisiten des Produktionsteams erinnern an einen Film, der 2014 in Tangerhütte und Umgebung gedreht wurde, den aber noch niemand gesehen hat.
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Tangerhütte. Vor genau drei Jahren rückten in Tangerhütte Filmproduzenten an. Bis heute fehlt vom Ergebnis fast jede Spur. Aber nur fast, denn der Film soll im Januar erst einmal auf diversen Filmwettbewerben laufen.

Auch diese Dankeskarte wurde damals hinterlassen.

Regisseur Hendrik Hölzemann und sein Team hatten sich 2014 im Kulturhaus niedergelassen. Dessen Leiter Sven Biermann erinnert sich noch an die Produktion des Films „Axel der Held“ mit der Hauptfigur Axel, einem unscheinbaren jungen Mann. Der Unglückliche liebt eine Schwangere. Das Mädel erwartet das Kind eines ekelhaften Machtmenschen. Der Kampf mit Axel beginnt und endet in einem Inferno.

„Ja, das war schon ein recht modernes Märchen. Und eigentlich hatten wir uns alle auf die Veröffentlichung gefreut. Wir warten ja immer noch.“ Kulturhausleiter Sven Biermann hofft, den Film doch noch zu sehen. Er erinnert sich gern an die Anfänge. Bevor Schauspieler wie Emilia Schüle und Johannes Kienast zum Dreh kamen, waren „Location Scouts“ zunächst in Tangerhütte. Ganz in der Nähe, in Scheeren und in Cröchern, fanden sie passende Drehorte. Als Basislager der Produktion wurde das Kulturhaus ausgemacht.

„Das war schon ein großes Gewusel, erinnerte an schöne Zeiten. Es gab ganz viel Bewegung im Haus und hat viel Spaß gemacht mit den Leuten.“ Drei Räume okkupierten allein die Produzenten. In weiteren Zimmern des Kulturhauses hatte sich die Maske eingerichtet. Dort wurden die Schauspieler und Komparsen zurechtgemacht. Viele Laiendarsteller aus der Altmark waren dabei. Sie wurden im Saal des Kulturhauses eingekleidet. „Einige Kostüme haben einen ja so ein bisschen ins Mittelalter versetzt und andere in die preußische Zeit, wenn ich mich etwa an den Postboten erinnere, der hier ausgestattet wurde“, erinnert sich Sven Biermann.

Auch andere Filmemacher hatten sich für Tangerhütte interessiert. Verträge wurde aber keine mehr geschlossen.

Von Alexander Klos

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