Tangerhütte

Geschäftswelt ist in Bewegung

Ein Firmengelände mit mehreren Gebäuden.
+
Auf dem früheren BHG-Gelände soll ein neuer Penny-Markt entstehen.
  • vonStephan Ernst
    schließen

Die Tangerhütter Geschäftswelt ist im wahrsten Sinne in Bewegung. Nach dem Discounter Norma will auch Penny seinen Standort in der Stadt verlagern und vergrößern. Der Stadtrat der Einheitsgemeinde gab jetzt grünes Licht dafür. Ähnliche Pläne soll Edeka haben.

Tangerhütte - In der Breiten Straße soll auf dem früheren BHG-Gelände (Bäuerliche Handelsgenossenschaft) ein neuer Einkaufsmarkt mit einer Verkaufsfläche von 1015 Quadratmetern entstehen. Der in der Bismarckstraße derzeit vorhandene Penny-Markt mit einer Verkaufsfläche von unter 800 Quadratmetern sei für eine moderne Warenpräsentation zu klein und am Standort nicht erweiterbar, begründet das zum Rewe-Konzern gehörende Unternehmen seine Absicht neuzubauen. Die Anzahl der Stellplätze entspreche schon derzeit nicht dem Bedarf. Der Marktstandort werde durch Wohnnutzungen und den Tanger eingegrenzt. Auch der neue Standort befindet sich im Stadtgebiet in zentraler Lage, so dass er optimal von großen Teilen der Stadt zu Fuß erreichbar sei.

Auf dem früheren BHG-Gelände soll ein neuer Penny-Markt entstehen.

Bereits seit vier Jahren plant Norma einen Standortwechsel von der Birkholzer Chaussee in einen modernen Neubau auf einem Filetgrundstück am Bahnhof. Nach langen Planungen und Diskussionen um die beste Verkehrslösung für den sensiblen Kreuzungsbereich, segnete der Stadtrat dieses Projekt zum Jahresbeginn endgültig ab. Die Verkaufsfläche wächst damit von 608 auf 1200 Quadratmeter. Neben dem Lebensmitteldiscounter sollen auch Flächen für Fleischer und Bäcker sowie Zeitungsshop, Brief- und Paketdienstleister entstehen.

Für die Fläche am Tangerhütter Friedhof soll sich Edeka interessieren.

Wie Bürgermeister Andreas Brohm (parteilos) informiert, plane auch Edeka eine größere Investition in der Stadt. Es gehe dabei um das 50 000 Quadratmeter große Gelände am Friedhof, auf dem derzeit unter anderem noch Garagen stehen. Ein Projektentwickler habe dafür am 4. Dezember 2020 einen Kaufantrag gestellt. Weil diesem die Bearbeitung zu langsam gehe, habe der nun Dienstaufsichtsbeschwerde gegen den Bürgermeister eingereicht. Der Stadtrat habe daraufhin beschlossen, ein Disziplinarverfahren durch den Landkreis prüfen zu lassen. (Christian Wohlt)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare