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7,5 Millionen Euro investiert

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Modellautos und Modellhäuser stellen eine Stadt dar und veranschaulichen die Investitionen eines Jahres.
Großinvestitionen wie etwa in das Feuerwehrgerätehaus Lüderitz, die auf unserem Foto spielerisch dargestellt sind, waren in Wirklichkeit ein hartes Stück Arbeit. Das berichtet Tangerhüttes Bürgermeister Andreas Brohm in seiner Jahresbilanz 2021. Seiner Verwaltung sprach das Stadtoberhaupt Lob und Anerkennung für deren Umsetzung aus. © privat

27 Bauprojekte wurden im Jahr 2021 angestoßen, beendet oder angepackt. Mit einem Umfang von 7,5 Millionen Euro ist dieses Investitionsvolumen ungewöhnlich eine Einheitsgemeinde dieser Größe. Als Großprojekte ragen dabei der 2. Bauabschnitt in der Grundschule Grieben, der 2. Bauabschnitt in der Kita „Friedrich Fröbel“ in Tangerhütte, die Erweiterung der Kita „Dorfspatzen“ in Lüderitz und der Neubau des Feuerwehrgerätehauses in Lüderitz heraus. Alle Maßnahmen sind in 2021 vorbereitet worden, sodass die Vergaben dazu im ersten Halbjahr erfolgen können. Der Umfang der Maßnahmen macht mit 5,3 Millionen Euro den Löwenanteil der Bauprojekte aus.

Tangerhütte – Zehn Projekte wurden mithilfe der Leader-Förderung realisiert. Darunter ist die knotenpunktbezogene Fahrradwegweisung, auch besser bekannt unter dem Slogan „Radeln nach Zahlen“ (AZ berichtete), die in diesem Jahr erfolgreich umgesetzt wurde. Fünf Spielgeräte wurden für Spielplätze in Schelldorf, Tangerhütte, Elversdorf, Ottersburg und Briest angeschafft. Hier ist die Beteiligung der Nutzergruppen abgeschlossen und der Zuwendungsbescheid wird im ersten Quartal erwartet. Das Dorfgemeinschaftshaus in Bellingen soll auch im ersten Quartal konkret in die Umsetzung gehen. Insgesamt stehen hier 188 000 Euro für die Sanierung und Modernisierung zur Verfügung. Des Weiteren wird ein Grillunterstand am neuen Feuerwehrgerätehaus in Bittkau errichtet und es fanden bereits im Jahr 2021 die Modernisierung der Elektrik und Wasserleitungen in der Mehrzweckhalle in Grieben statt. Insgesamt umfassen die zehn Leader-Maßnahmen ein Volumen von über 400 000 Euro. Mit der Bundesförderung der Ganztagebetreuung konnten in den Grundschulen rund 150 000 Euro investiert werden. Herausfordernd dabei war der enorme knappe Zeitraum für die Verwendung der Gelder, daher verzichteten viele Kommunen auf die Förderung. In der Einheitsgemeinde entstanden unter anderem Spielgeräte, Schallschutzdecken, LED-Beleuchtung sowie auch Außentreppen und Ausstattungen für die Schulbibliothek.

Mit einer 100-prozentigen Förderung konnten die letzten Hochwasserschäden in Weißewarte beseitigt werden. Auch das Kulturhaus Tangerhütte stand im Fokus einiger Investitionen. So konnten die Notstromanlage erneuert und die Erarbeitung eines Brandschutzkonzeptes in Auftrag gegeben werden. Bis April wird damit gerechnet, die ehemalige Gaststätte wieder für die Vermietung, aber auch für kleine Veranstaltungsformate nutzen zu können. Die Planung für eine Dachsanierung konnte ebenfalls in Auftrag gegeben werden. Mittel zur Umsetzung in Höhe von insgesamt 50 000 Euro hatte der Stadtrat auf seiner letzten Sitzung noch beschlossen.

Völlig ohne Haushaltsmittel der Einheitsgemeinde kamen zwei andere Projekte aus: Die Tangerhütter Jugend sowie Eltern, Großeltern und Freunde sammelten für den Bau einer Skaterbahn. Über 24 000 Euro kamen so zusammen.

Ein Bauarbeiter beobachtet einen Autokran, der langsam eine Rampe für eine Skaterbahn von einem Lkw hebt.
Völlig ohne kommunale Mittel kam der Bau der Skateranlage aus. Die erforderlichen 24 000 Euro brachten die Jugendlichen selbst auf. © Archiv AZ

Als das eindrucksvollste Projekt bezeichnet Tangerhüttes Bürgermeister Andreas Brohm die Errichtung des Radweges zwischen Birkholz und Cobbel. Jahrelang hatte sich eine Bürgerinitiative für das Projekt aktiv eingesetzt. Am Ende konnte der Radweg nach fünf monatiger Bauzeit Ende September freigegeben werden. Brohm zeigte sich begeistert von der Fülle der Projekte und sprach seiner Verwaltung ein großes Lob aus: „Es ist eindrucksvoll, was die Kollegen in den zurückliegenden Monaten geleistet haben.“ Vor allem die Beantragung von Fördermitteln sei zum Teil sehr kompliziert und aufwendig gewesen und habe stellenweise unter erheblichem Zeitdruck erfolgen müssen. Er hoffe, dass die Gemeinde auch im neuen Jahr mit ihren Projekten gut vorankomme, dass man interessierte Unternehmen für den oft komplizierten Ausschreibungsweg finde und dass die Preise stabil bleiben, so Brohm abschließend. (pm)

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