Tangerhütter will Betrieb für Abbau von Windkrafträder gründen / Kooperation mit Fraunhofer

Demontage ist das „große Ziel“

+
„Rotorblätter bestehen aus dem wertvollen Tropenholz Balsa“, weiß Matthias Teek. Der Vollblutingenieur aus Tangerhütte arbeitet derzeit mit Hochdruck an einem Forschungsprojekt mit dem Fraunhofer-Institut.

Tangerhütte. Mit der Kraft des Hochdrucks hat sich ein Tangerhütter Unternehmen innovativ als Garagen-Existenzgründer einen Namen in der Altmark gemacht. „Es ist großartig zu sehen, dass wir das Garagen-StartUp auch in der Altmark haben. So sieht Innovation aus.

Dafür versuche ich gerne, Türen zu öffnen,“ bekam der Altmärker Bundestagsabgeordnete Marcus Faber Wind von dem Unternehmer aus dem Süden des Landkreises.

Den Experten traf der Freidemokrat auf einem unscheinbaren Gelände mitten in Tangerhütte. Und die Geschichte von Matthias Teek klingt ein bisschen wie die Geschichte mittlerweile sehr erfolgreicher, großer Unternehmen. Vor zehn Jahren beginnt Teek in einer dieser Garagen mit seiner Ein-Mann-Firma. Heute ist er mit seinem (Haupt)Geschäft „Kärchern in XXL“, wie er selber sagt, ohne Konkurrenz.

Inzwischen arbeitet hier die ganze Familie. Mit Sohn Felix ist er, wenn es der Auftrag verlangt, überall im Land unterwegs und befreit Oberflächen mit seiner 2500 Bar-Anlage, von Schmutz und Lacken. Aber Teek ist Vollblutingenieur und tüftelt immer an neuen Ideen. Größtes Projekt: Rotorblätter von Windrädern demontieren. „Es geht um die Wiederverwendung, denn unter anderem bestehen die Rotorblätter aus Balsa, einem wertvollen Tropenholz“, berichtet der Chef.

Das Demontieren schafft man mit mindestens 3000 Bar und einem Hydraulikschneider. Um das Schneiden für die Arbeiter sicher zu machen, haben die Teeks ein Verfahren entwickelt, das im letzten Jahr sogar den Arbeitsschutzpreis gewonnen hat. Das Unternehmen Matetec ist aber noch lange nicht fertig: Vier bis fünf Projekte sind quasi in Warteschleife. Ganz großes Ziel ist es, einen Demontagebetrieb für Rotorblätter von Windkrafträdern aufzubauen. Dazu arbeitet der Betrieb „mit Hochdruck“ an einem Forschungsprojekt mit dem Fraunhofer-Institut. Seit 2008 befasst sich das Tangerhütter Unternehmen, das auf die Untergrundvorbehandlung mit Höchstdruckwasserstrahlen spezialisiert ist, mit den Arbeitsgebieten Sportboote/Binnenschiffe, Industrieanlagen, Graffiti-Entfernung und Schneidarbeiten.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare